Eine aktuelle Untersuchung von Verdi und der Klima-Allianz beleuchtet die problematischen Arbeitsbedingungen für Bus- und Bahnfahrer im Nahverkehr. Bis 2030 gehen rund ein Drittel der Fahrer in Rente, was Fachkräftemangel verschärft, während die Bedingungen die Attraktivität des Berufs mindern. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle betont, dass Verbesserungen essenziell sind, um Engpässe zu lösen und Krankenstände zu senken.
Kritikpunkte an den Bedingungen
51 Prozent der Befragten im Rahmen der „Großen Deutschland-Umfrage Fahrpersonal Bus & Bahn 2025“ bewerten das Image ihres Berufs als schlecht, hauptsächlich wegen mangelnder Wertschätzung durch Fahrgäste, ungünstiger Arbeitszeiten und niedriger Bezahlung. 30 Prozent finden Dienstpläne schwer mit dem Privatleben vereinbar, ergänzt durch Stress im Fahrgastkontakt und Verkehr. Zudem fehlen bundeseinheitliche Sicherheitsstandards und angemessene Finanzierung für Löhne und Modelle.
Forderungen und Ausblick
Politik und Branche sollen Arbeitszeitmodelle anpassen, Löhne steigern und Qualifizierung erleichtern, etwa durch Busführerscheine und Integration von Migranten. Stefanie Langkamp von der Klima-Allianz sieht in guten Arbeitsbedingungen den Schlüssel für zuverlässigen Nahverkehr und Klimaschutz. Der VDV fordert mehr Finanzierung, um Fluktuation zu stoppen und Zufriedenheit zu heben.
Quellen
Studie von Verdi und Klima-Allianz: Schlechte Bedingungen für Bus- und Bahnfahrer
Alarmierende Arbeitsrealität: Gewerkschaft deckt Missstände bei Nahverkehrs-Fahrern auf