Der Supertaifun »Fung-Wong« hat auf den Philippinen massive Zerstörungen angerichtet. Innerhalb von 48 Stunden fielen stellenweise mehr als 700 Millimeter Regen, was zu großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen führte. Besonders betroffen sind die Inseln Luzon und Samar, wo zahlreiche Städte und Dörfer unter Wasser stehen. Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, um eingeschlossene Bewohner zu evakuieren.
Tausende Menschen auf der Flucht
Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDRRMC mussten mehr als 350.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Viele suchen in Notunterkünften Schutz, die inzwischen überfüllt sind. Die Behörden warnen zudem vor weiteren Regenfällen und möglichen Stromausfällen, da mehrere Umspannwerke beschädigt wurden. Der Flugverkehr in Manila wurde vorübergehend eingestellt, und zahlreiche Straßen sind unpassierbar.
Regierung ruft Notstand aus
Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat den nationalen Notstand ausgerufen und zusätzliche Militär- und Polizeikräfte in die betroffenen Regionen entsandt. Internationale Hilfsorganisationen, darunter das Rote Kreuz und UNICEF, koordinieren Soforthilfemaßnahmen und liefern Trinkwasser, Nahrungsmittel und Medikamente. Laut Wetterdienst PAGASA hat »Fung-Wong« Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde erreicht – einer der stärksten Stürme der letzten zehn Jahre.
Experten warnen vor langfristigen Folgen
Klimaforscher weisen darauf hin, dass die Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme durch die globale Erwärmung weiter zunehmen könnte. Wiederaufbau und landwirtschaftliche Verluste dürften die Philippinen wirtschaftlich stark belasten. Schätzungen zufolge könnten die Schäden mehrere Milliarden Peso erreichen.
Quellen
Supertaifun »Fung-Wong« überschwemmt die Philippinen – spiegel.de
Supertaifun „Fung-Wong“ wütet auf den Philippinen – faz.net


