Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am 13. Februar 2026 auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) Europa als Vorbild für die Welt positioniert. Er forderte explizit: „Jeder sollte sich an uns ein Beispiel nehmen, anstatt uns zu kritisieren.“ Diese Aussage erfolgte inmitten transatlantischer Spannungen.
Hintergrund der kontroversen Kritik
Macron reagierte auf Vorwürfe, insbesondere von US-Vizepräsident JD Vance, der im Vorjahr europäische Politiken zu Immigration und freier Meinungsäußerung angegriffen hatte. Europa werde oft als „alternder, langsamer, fragmentierter Konstrukt“ oder als Kontinent mit „barbarischen Migrationen“ und Repression diffamiert, betonte er. Stattdessen sei Europa eine „radikal originale politische Konstruktion freier souveräner Staaten“, die durch wirtschaftliche Verflechtung Frieden institutionalisiert habe.
Europas Stärke und geopolitische Zukunft
Macron bekräftigte, Europa sei „von Natur aus stark“ und könne noch stärker werden, müsse aber lernen, eine geopolitische Macht zu werden. Frankreich unterstütze US-Präsident Donald Trumps Initiative für einen verhandelten Frieden im Ukraine-Krieg, der 2022 begann. Dennoch warnte er: Bei einem Friedensabkommen müsse Europa Regeln definieren, um Eskalationsrisiken zu begrenzen, und seine langfristigen Sicherheitsinteressen durchsetzen.
Aufruf zu Partnerschaft mit den USA
„Dieses Europa wird ein guter Verbündeter und Partner für die Vereinigten Staaten sein“, da es seinen fairen Anteil trage und respektiert werde, sagte Macron. Er plädierte für eine selbstbewusste Demokratie mit militärischer Schlagkraft. Kürzlich hatte er auf Trumps Drohungen gegen Grönland mit dem Präferenz für „Respekt statt Bullys“ reagiert, woraufhin die USA nachgaben.
Quellen
MSC: Macron sagt, die Welt solle sich ein Beispiel an Europa nehmen
Die Welt sollte sich ein Beispiel an Europa nehmen, statt es zu kritisieren, sagt Macron