Vorschlag im Zuge der Sicherheitsdebatte

20/11/2025
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In der aktuellen sicherheitspolitischen Debatte hat Grünen-Politikerin Anna Lena Brantner einen Vorstoß für ein freiwilliges Wehrregister älterer Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch gebracht. Ziel sei es, im Ernstfall schneller auf bereits ausgebildete oder engagierte Menschen zugreifen zu können, ohne eine allgemeine Wehrpflicht wiedereinzuführen. Brantner betonte, angesichts der geopolitischen Lage Europas brauche Deutschland „eine breitere gesellschaftliche Basis für Verteidigungsfähigkeit und Krisenvorsorge“ (Quelle: Tagesspiegel, 2025).

Hintergrund: Streit um Wehrdienst und Sicherheit

Die Diskussion um eine Rückkehr zur Wehrpflicht oder alternative Modelle zur Stärkung der Bundeswehr wird seit Monaten quer durch alle Parteien geführt. Während CDU und CSU für eine „verpflichtende Dienstpflicht“ werben, lehnen SPD und Grüne eine Wiedereinführung der Wehrpflicht weiterhin ab. Brantner sieht das freiwillige Wehrregister als „realistische Brücke“ zwischen dem Bedürfnis nach erhöhter Wehrbereitschaft und den Grundsätzen einer freiwilligen Gesellschaft.

Das Register soll laut ihrem Konzept sowohl für Männer als auch für Frauen offenstehen und sich insbesondere an Personen zwischen 30 und 60 Jahren richten, die bereits Berufserfahrung oder technische Fähigkeiten einbringen können.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Der Vorschlag löste gemischte Reaktionen aus. Aus Reihen der CDU hieß es, freiwillige Modelle griffen zu kurz, um die personellen Engpässe in der Bundeswehr zu bewältigen. FDP-Verteidigungspolitiker begrüßten hingegen den Ansatz eines flexiblen Registers, sehen darin aber nur einen „ergänzenden Baustein“ zu einer umfassenderen Sicherheitsarchitektur.

Zustimmung kam vom Deutschen Bundeswehrverband, der betonte, dass auch zivile Kompetenzen – etwa im Bereich Logistik oder medizinischer Versorgung – im Krisenfall entscheidend sein könnten. Kritiker innerhalb der Grünen warnten jedoch davor, durch solche Initiativen die Trennlinie zwischen zivilem Engagement und militärischer Bereitschaft zu verwischen.

Gesellschaftliche und strategische Bedeutung

Brantners Vorschlag reiht sich ein in eine breitere Diskussion über Resilienz und gesellschaftliche Verteidigungsfähigkeit, die durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine an Dringlichkeit gewonnen hat. Viele Experten sehen in freiwilligen Strukturen wie Reservistenprogrammen, Zivilschutzübungen oder eben Wehrregistern einen pragmatischen Weg, um die Verteidigungsbereitschaft zu stärken, ohne verpflichtende Elemente einzuführen.

Quellen

Grünenchefin Brantner schlägt freiwilliges Wehrregister für Ältere vor
Grünen-Chefin schlägt freiwilliges Wehr-Register für Ältere vor



Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

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