In den letzten Tagen haben sich die Drohnenangriffe zwischen Russland und der Ukraine erneut intensiviert. Beide Seiten meldeten nächtliche Attacken mit Dutzenden unbemannten Flugobjekten. Laut Angaben des ukrainischen Generalstabs habe Russland über 100 Kamikaze-Drohnen vom Typ Schahed-136 abgefeuert, von denen die ukrainische Luftabwehr den Großteil abgefangen habe. Auf russischer Seite berichteten Behörden über Angriffe auf Ziele in den Regionen Belgorod und Brjansk.
Russische Aussagen über westliche Einmischung
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Zunahme der ukrainischen Drohnenangriffe sei ein Ergebnis westlicher Unterstützung und technologischer Lieferungen aus NATO-Staaten. Die Ukraine hingegen betont, sie handele in Selbstverteidigung und greife vor allem militärische Ziele innerhalb Russlands an, um Nachschublinien und Infrastruktur des Gegners zu schwächen.
Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
In mehreren russischen Städten kam es Medienberichten zufolge zu Stromausfällen infolge der Angriffe. In der Ukraine wurden durch russische Drohnen Energieanlagen beschädigt, was erneut zu großflächigen Stromunterbrechungen führte – insbesondere in den Regionen Charkiw und Dnipropetrowsk. Beide Seiten machen die jeweils andere für zivile Opfer verantwortlich.
Internationale Reaktionen und Bewertung
Die Vereinten Nationen und die EU haben die jüngste Eskalation scharf kritisiert und erneut zu Verhandlungen aufgerufen. Militäranalysten sehen in der zunehmenden Bedeutung von Drohnen ein Zeichen dafür, dass der Krieg zunehmend technologisch und langfristig geführt wird. Experten warnen zudem vor einem unkontrollierten Wettrüsten im Bereich unbemannter Systeme.
Quellen
Russland und Ukraine liefern sich erbitterten Drohnenkrieg
Drohnenangriffe auf beiden Seiten verschärfen den Konflikt