Die Fast-Fashion-Plattformen Shein und Temu stehen in den USA vor intensiven Untersuchungen. Senator Tom Cotton hat das Justizministerium und das Heimatschutzministerium aufgefordert, die Unternehmen wegen angeblicher massiver Verletzungen geistigen Eigentums und Fälschungen zu untersuchen. Er bezeichnete die Plattformen als eng mit dem “kommunistischen China” verbunden und wies darauf hin, dass viele der angebotenen Produkte wahrscheinlich Fälschungen sind, die amerikanische Designer und kleine Unternehmen stark beeinträchtigen. Zudem hat der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton eine Untersuchung gegen Shein eingeleitet, die sich auch auf mögliche Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze und kritische Fragen zu ethischer Herkunft konzentriert.
Kritik an Arbeitsbedingungen und Produktsicherheit
Shein und Temu werden auch wegen der Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern in China scharf kritisiert. Berichte dokumentieren lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne bei Fabrikarbeitern, die oft unter schlechten Bedingungen arbeiten. Darüber hinaus gibt es ernsthafte Bedenken bezüglich der Sicherheit der Produkte: Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Artikel giftige Substanzen wie Blei und Phthalate enthalten, die gesundheitliche Risiken verursachen können. US-Verbraucherschutzkommissare fordern daher ebenfalls die Untersuchung des Verkaufssortiments beider Plattformen auf gefährliche und nicht konforme Produkte.
Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf den US-Markt
Die Abschaffung der de minimis-Regel, die früher den zollfreien Import von Paketen im Wert von bis zu 800 US-Dollar ermöglichte, hat zu einem veränderten Marktumfeld geführt. Shein und Temu lagern nun große Mengen ihrer Produkte in US-Lagern, wodurch diese vollständig unter US-Gesetzgebung fallen und strengeren Kontrollen unterliegen. Dies hat die US-Behörden dazu bewegt, die Praktiken der Unternehmen verstärkt zu überprüfen und mögliche Rechtsverstöße intensiver zu verfolgen.
Quellen
US-Behörden verschärfen Prüfung gegen Shein und Temu
Shein und Temu im Visier: US-Justizministerium und Heimatschutz starten Ermittlungen