Susan Link steht seit fast einem Jahrzehnt im Zentrum einer der beständigsten Talkshow-Traditionen Deutschlands. Der Kölner Treff am Freitag, 14. August 2026, um 22 Uhr im WDR ist mehr als nur eine weitere Sendung im Programm – er repräsentiert ein Format, das seit 50 Jahren beweist, dass authentische Gespräche zwischen Prominenten und Alltagshelden funktionieren können.
Warum der Kölner Treff heute noch relevant ist
In einer Medienlandschaft, die zunehmend auf schnelle Clips und oberflächliche Inhalte setzt, hält der Kölner Treff bewusst an einem anderen Tempo fest. Susan Link und ihr Co-Moderator Micky Beisenherz führen eine Tradition fort, die 1976 begann und bis heute überlebt hat – eine Seltenheit im deutschen Fernsehen.
Die Sendung geht auf eine revolutionäre Idee von Alfred Biolek zurück. 1973 startete er im Kölner Kabaretttheater „Senftöpfchen” die Gesprächsrunde „Wer kommt, kommt”. Das Besondere: Nicht nur Prominente kamen zu Wort, sondern auch Privatpersonen erzählten von ihren Erlebnissen. Diese Mischung aus Star und Normalbürger war damals neu und ist bis heute das Markenzeichen des Formats geblieben.
Seit Januar 1976 zeigt der WDR den Kölner Treff. Die ersten Ausgaben moderierten Alfred Biolek und Dieter Thoma, 1978 folgte Elke Heidenreich. Nach einer längeren Pause übernahm 2006 Bettina Böttinger die Moderation. Seit 2017 führt das Moderations-Team Susan Link und Micky Beisenherz durch die Sendung – zunächst als Urlaubsvertretung, später als festes Duo.
Susan Link: Die Moderatorin hinter dem Format
Susan Link ist weit mehr als nur eine Moderatorin – sie ist eine erfahrene Journalistin mit einem beeindruckenden Werdegang. Geboren am 19. November 1976 in Pößneck als Susan Schwarzbach, begann sie ihre Karriere beim Radio. Während ihres Germanistik-Studiums in Wuppertal machte sie erste journalistische Erfahrungen beim Lokalradio.
Ihr Weg führte sie über Radio NRW, wo sie acht Jahre lang Nachrichten und Interviewreihen moderierte, zum ARD-Morgenmagazin. 2011 wechselte Susan Link zur ARD, zunächst als Redakteurin und Live-Reporterin. Seit August 2012 moderiert sie das Morgenmagazin im Wechsel mit anderen Moderatoren.
Die Wahlkölnerin, deren kraftvolle, warme Stimmlage und eloquenter Wortwitz zu ihren Markenzeichen geworden sind, begann 2016 ihre Karriere im Talkformat. Bis 2017 moderierte sie an der Seite von Kim Fisher das MDR-Format „Riverboat”, bevor sie 2018 zum Kölner Treff wechselte.
Seit 2023 gehört Susan Link auch zum Moderationsteam des ARD-Presseclubs, einer der wichtigsten politischen Talkshows im deutschen Fernsehen. Ihre Fähigkeit, sowohl leichte als auch ernste Themen zu moderieren, macht sie zu einer der vielseitigsten Moderatorinnen ihrer Generation.
Die Gäste der kommenden Sendung
Für die Sendung am Freitag, 14. August 2026, haben Susan Link und Micky Beisenherz eine besonders interessante Runde zusammengestellt. Zu den angekündigten Gästen gehören Deutschlands dienstältestes Fernsehkoch-Duo Martina Meuth und Moritz Neuner-Duttenhofer, die seit Jahrzehnten die Kochszene prägen.
Auch Moderatorin Mareile Höppner ist zu Gast, ebenso wie Musiker und Schauspieler Daniel Donskoy. Produzent und Musiker Peter Plate, bekannt von Rosenstolz, wird ebenfalls erwartet. Moderatorin Charlotte Engelhardt und Comedian Björn von Morgenstern komplettieren die abwechslungsreiche Gästeliste.
Diese Mischung spiegelt genau das wider, was den Kölner Treff ausmacht: Menschen aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens kommen zusammen, um in lockerer Atmosphäre über ihre Erfahrungen, Erfolge und auch Herausforderungen zu sprechen.
Die Entwicklung des Formats über fünf Jahrzehnte
Der Kölner Treff hat in seiner 50-jährigen Geschichte mehrere Transformationen durchlaufen. Die Urfassung lief von 1976 bis 1982 einmal pro Monat sonntags um 21:45 Uhr und enthielt auch Musikblöcke. Alfred Biolek moderierte bis 1980, dann übernahm Elke Heidenreich, die sofort durch ihr loses Mundwerk auffiel. 1983 wurde der Kölner Treff nach 94 Folgen vorerst beendet.
2006 kehrte die Sendung mit Bettina Böttinger zurück. 2017 gab es erstmals zusätzliche Ausgaben mit Micky Beisenherz und Susan Link als Moderationsduo. Zunächst traten sie als Urlaubsvertretung für Böttinger auf, bevor sie 2018 die Moderation im Wechsel mit ihr übernahmen. Nach Böttingers Abschied im Jahr 2023 moderieren Beisenherz und Susan Link sämtliche Ausgaben alleine.
Im August 2026 feierte der WDR das 50-jährige Jubiläum mit einer großen Primetime-Show, einer Dokumentation und zahlreichen Rückblicken. Das aktuelle Moderationsduo Susan Link und Micky Beisenherz begrüßte in der Jubiläumsausgabe prominente Gäste, die dem Kölner Treff auf ganz unterschiedliche Weise verbunden sind.
Warum Talkshows wie der Kölner Treff wichtig bleiben
In Zeiten von Social Media und kurzen Video-Clips könnte man meinen, dass lange Gesprächsformate ausgedient haben. Doch der Erfolg des Kölner Treff beweist das Gegenteil. Menschen wollen nach wie vor echte Geschichten hören, nicht nur oberflächliche Promi-News. Susan Link und ihr Team verstehen es, diese Balance zu halten.
Die Sendung bietet etwas, das im digitalen Zeitalter selten geworden ist: Zeit. Zeit für echte Gespräche, Zeit für Nachfragen, Zeit für unerwartete Wendungen. In einer Welt, die zunehmend auf Algorithmen und kurze Aufmerksamkeitsspannen setzt, ist das ein bewusster Gegenentwurf.
Susan Link bringt dabei ihre journalistische Erfahrung ein. Sie weiß, wann sie nachhaken muss und wann sie ihrem Gesprächspartner Raum lassen sollte. Diese Balance macht den Kölner Treff zu mehr als nur Unterhaltung – er wird zu einem Dokument deutscher Fernsehgeschichte.
Die Zukunft des Kölner Treffs
Mit Susan Link und Micky Beisenherz hat der Kölner Treff ein Moderationsduo gefunden, das die Tradition des Formats mit modernen Elementen verbindet. Beide bringen unterschiedliche Hintergründe mit – Susan Link die erfahrene Journalistin, Beisenherz der Comedian mit dem scharfen Blick für das Absurde.
Diese Kombination ermöglicht es dem Kölner Treff, sowohl ernste Themen als auch leichte Unterhaltung zu bieten. In einer Zeit, in der viele Talkshows entweder rein politisch oder rein unterhaltend sind, bleibt der Kölner Treff eine der wenigen Sendungen, die beides vereint.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob das Format auch sein 60-jähriges Jubiläum erreichen wird. Mit Moderatorinnen wie Susan Link, die das Format mit Respekt und Innovation führen, stehen die Chancen gut. Der Kölner Treff bleibt damit nicht nur ein Stück Fernsehgeschichte – er schreibt diese Geschichte weiter.
Fazit: Mehr als nur eine Talkshow
Der Kölner Treff ist zu einer Institution im deutschen Fernsehen geworden. Susan Link und ihr Team führen eine Tradition fort, die 1976 begann und bis heute relevant geblieben ist. In einer sich schnell verändernden Medienwelt bietet die Sendung Beständigkeit ohne Stillstand.
Für Zuschauer bedeutet das: Jede Ausgabe mit Susan Link ist eine Einladung zu echten Gesprächen, überraschenden Einblicken und einer guten Portion Humor. Der Kölner Treff beweist, dass gutes Fernsehen nicht immer neu erfunden werden muss – manchmal reicht es, bewährte Formate mit Respekt und Kompetenz weiterzuführen.
Quellen
“Kölner Treff”: Das sind die Gäste
Die Entwicklung des ‚Kölner Treffs‘ im WDR: Von Böttinger zu Link und Beisenherz

