Staffel 2 von „The Power – Wer hat die Macht?“ zeigt, wie schnell Vertrauen in einer Gruppe zerbrechen kann, wenn Einfluss, Vorteile und 40.000 Euro im Raum stehen. Die neue Staffel startete am 20. Oktober 2026 und bringt 14 bekannte Gesichter in ein Spiel, bei dem niemand sicher sein kann, wer gerade wirklich entscheidet. Damit ist die zweite Staffel kein gewöhnlicher Reality-Wettbewerb, sondern ein psychologisches Experiment mit prominentem Personal.
Ein Spiel, das Macht sichtbar macht
In der Staffel übernimmt jede Woche heimlich eine Person die Rolle des Power Players. Diese Figur verteilt Vorteile, spricht Nachteile aus und nominiert am Ende einen Mitspieler zum Ausscheiden. Die anderen wissen zunächst nicht, wer diese Macht innehat – und genau diese Unsicherheit macht das Format so spannend.
Wird der geheime Power Player enttarnt, dreht sich das Spiel: Dann muss er selbst gehen. Diese Regel zwingt alle dazu, zwischen Offenheit und Täuschung zu pendeln. Wer zu auffällig handelt, wird verdächtigt. Wer zu zurückhaltend agiert, verliert möglicherweise den Einfluss, den er braucht, um im Spiel zu bleiben.
Die zweite Staffel funktioniert deshalb wie eine Verdichtung sozialer Mechanismen: Bündnisse entstehen, Vertrauen wird getestet, Informationen werden gezielt eingesetzt. Wer gut lügt, gewinnt nicht automatisch. Entscheidend ist, ob eine Person glaubwürdig bleibt, obwohl sie strategisch handelt.
Warum die zweite Staffel anders wirkt
Die erste Staffel hatte bereits gezeigt, dass „The Power“ mehr ist als ein Promi-Spektakel. Am Ende setzte sich Lorik Bunjaku durch und sicherte sich das Preisgeld. Doch die zweite Staffel beginnt mit einem anderen Anspruch: Mehr Folgen, ein größerer Cast und mehr Raum für langfristige Strategien.
Insgesamt umfasst die neue Staffel 50 Episoden. Das verändert das Tempo deutlich. In einer kurzen Show können Teilnehmer mit Charme oder einem einzelnen starken Auftritt punkten. Über 50 Folgen hinweg zählt dagegen, wer Beziehungen pflegt, Fehler kaschiert und seine Position immer wieder neu verteidigen kann.
Diese Länge macht die Staffel für Zuschauer besonders interessant. Man sieht nicht nur Konflikte, sondern auch ihre Vorgeschichte. Ein Streit in Folge 20 kann in Folge 35 erneut relevant werden. Eine scheinbar harmlose Allianz kann sich später als Falle erweisen.
Wann die Staffel läuft

Die zweite Staffel ist seit dem 20. Oktober 2026 auf Joyn verfügbar. ProSieben zeigt die Folgen parallel im Free-TV, jeweils dienstags und mittwochs ab 22.30 Uhr. Dabei werden pro Abend mehrere Episoden ausgestrahlt, sodass die Staffel zügig voranschreitet.
Auf Joyn können Zuschauer die Folgen kostenlos streamen. Die Plattform veröffentlicht dabei jeweils Pakete von zehn Folgen. Wer die Staffel im klassischen Fernsehen verfolgt, erlebt sie dagegen als Event mit festen Sendeabenden. Beide Wege haben ihren Reiz: Der Stream ermöglicht Marathons, das TV-Format erzeugt gemeinsame Diskussionen und wöchentliche Spannung.
Die Ausstrahlung der Staffel erstreckt sich bis in den November hinein. Die letzten Folgen sind für den 18. November 2026 geplant. Damit hat das Format genug Zeit, um langsame Entwicklungen, überraschende Wendungen und persönliche Konflikte auszuspielen.
Der Cast: Bekannte Gesichter, neue Dynamiken
Die zweite Staffel setzt bewusst auf Prominente, die im Reality-TV bereits Erfahrung haben. Narumol, bekannt aus „Bauer sucht Frau“, gehört ebenso dazu wie Iris Katzenberger und ihr Schwiegersohn Lucas Cordalis. Diese Familienverbindung ist besonders spannend, weil Nähe im Spiel sowohl Schutz bedeuten als auch zur Schwäche werden kann.
Auch Marc Terenzi, Joey Heindle, Cecilia Asoro, Kevin Schäfer, Franziska Temme, Lisha und Lou Savage, Joshi Josh, Laura Peuker, Ricarda Raatz und Simon Tulgar sind Teil der Staffel. Mit Serkan Yavuz kehrt zudem ein Teilnehmer aus der ersten Runde zurück. Das gibt ihm einen Vorteil: Er kennt das Spielprinzip, die Fallstricke und die psychologischen Druckpunkte.
Gleichzeitig kann diese Erfahrung zum Nachteil werden. Wer bereits in einer früheren Staffel gespielt hat, wird schneller als Strategie verdächtigt. Die anderen könnten ihn früher im Blick behalten, ihm weniger vertrauen oder ihn bewusst isolieren. Genau darin liegt die Spannung des Rückkehrers.
Warum Beziehungen im Spiel gefährlich sind
Die zweite Staffel bringt nicht nur einzelne Prominente zusammen, sondern auch bestehende Verbindungen. Iris Katzenberger und Lucas Cordalis sind als Schwiegermutter und Schwiegersohn Teil des Casts. Lisha und Lou Savage treten als Ehepaar an. Solche Konstellationen erzeugen sofort Fragen: Können sie ein echtes Bündnis bilden? Oder werden sie gegeneinander ausgespielt?
In einem Spiel um Macht ist Nähe nie nur angenehm. Wer jemandem vertraut, macht sich angreifbar. Wer zu eng mit einem anderen verbunden ist, könnte als Teil eines Blocks wahrgenommen werden. Die Staffel zeigt daher, dass Loyalität im Reality-TV selten einfach ist.
Besonders reizvoll ist die Frage, ob persönliche Beziehungen stärker sind als das Preisgeld. 40.000 Euro sind ein konkreter Anreiz. Doch Reputation, Freundschaften und die öffentliche Wahrnehmung spielen ebenfalls eine Rolle. Wer zu rücksichtslos agiert, gewinnt vielleicht das Spiel – verliert aber möglicherweise Sympathien außerhalb der Show.
Die Psychologie hinter dem Format
„The Power“ lebt davon, dass Menschen unter Unsicherheit Entscheidungen treffen müssen. Die Staffel stellt ihre Teilnehmer vor ein Dilemma: Soll man kooperieren, um Sicherheit zu gewinnen? Oder sollte man früh agieren, um niemanden stärker werden zu lassen?
Der Power Player hat formale Macht, aber keine Garantie, diese Macht zu behalten. Er muss Vorteile so verteilen, dass er Verbündete gewinnt, ohne zu offensichtlich zu manipulieren. Gleichzeitig muss er verhindern, dass die Gruppe seine Identität errät. Das ist eine Balance zwischen Belohnung, Einschüchterung und Tarnung.
Für die übrigen Teilnehmer gilt: Verdacht ist gefährlich, aber auch ein Werkzeug. Wer einen anderen als möglichen Power Player bezeichnet, kann Aufmerksamkeit von sich ablenken. Die Staffel zeigt damit, wie schnell eine Gruppe beginnt, Muster zu suchen, wo vielleicht gar keine sind.
Warum das Format aktuell funktioniert
Reality-TV hat sich verändert. Zuschauer erwarten nicht mehr nur Konflikte, Tränen und laute Auftritte. Formate wie diese zweite Staffel bieten zusätzlich Strategie, Beobachtung und die Möglichkeit mitzuraten. Wer ist der Power Player? Wer spielt ein doppeltes Spiel? Wer ist nur scheinbar schwach?
Diese Fragen machen die Staffel interaktiv, auch ohne Abstimmung durch das Publikum. Zuschauer entwickeln eigene Theorien, vergleichen Verhalten und bewerten, wer glaubwürdig wirkt. Das Format nutzt dabei etwas, das auch in Alltag und Arbeitswelt relevant ist: Macht ist oft unsichtbar, aber ihre Folgen sind es nicht.
Gerade weil die Kandidaten bekannt sind, entsteht eine zusätzliche Ebene. Viele bringen einen Ruf mit, Erwartungen und eine öffentliche Geschichte. Die Staffel kann diese Bilder bestätigen, brechen oder völlig neu deuten.
Was die Staffel über Macht verrät
Die zweite Staffel von „The Power“ ist letztlich eine Studie darüber, wie Menschen mit Einfluss umgehen. Manche nutzen Macht, um das Spiel zu kontrollieren. Andere versuchen, sie zu verstecken. Wieder andere setzen darauf, gar nicht erst als Bedrohung wahrgenommen zu werden.
Das macht die Staffel auch dann spannend, wenn kein großer Streit im Raum steht. Jede Entscheidung hat Gewicht: Wer bekommt einen Vorteil? Wer wird benachteiligt? Wer wird nominiert? Und wer schafft es, nach einem Rückschlag wieder relevant zu werden?
Bis zum Finale bleibt offen, wer die richtige Mischung aus Strategie, Vertrauen und Timing findet. Fest steht aber: Die zweite Staffel beweist, dass Macht im Reality-TV nicht nur eine Frage von Regeln ist, sondern vor allem eine Frage davon, wem die anderen glauben.
Quellen
„The Power“ 2026: Wann läuft Staffel 2? Sendetermine und Kandidaten der neuen Staffel
Alle Sendetermine von Staffel 2


