Elon Musk hat auf seiner Plattform X eine Umfrage gestartet, in der er die Nutzer fragt, ob er die Billigairline Ryanair kaufen soll. Der Streit entstand, weil Ryanair-Chef Michael O’Leary das Starlink-Internet ablehnt. Eine Übernahme könnte jedoch am EU-Recht scheitern.
Hintergrund des Streits
Der Konflikt begann, als Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte, Starlink-Satelliteninternet nicht in die Flotte aufzunehmen. Die Antenne verursache durch Gewicht und Luftwiderstand einen Treibstoffnachteil von zwei Prozent, und Passagiere würden für WLAN auf einstündigen Flügen nicht zahlen. Konkurrenten wie Lufthansa und SAS setzen hingegen auf Starlink.
Musks Reaktion und die Umfrage
Musk konterte scharf und nannte O’Leary einen „absoluten Idioten“, der entlassen werden sollte. Er startete eine Umfrage auf X: „Soll ich Ryanair kaufen und Ryan als rechtmäßigen Herrscher einsetzen?“ Rund 77 Prozent der über 900.000 Abstimmenden stimmten mit Ja. Musk fragte zuvor: „Was würde es kosten, euch zu kaufen?“
Ryanairs Gegenwehr
Ryanair reagierte mit Spott und startete einen „Idiots Seat Sale“ für Musk. O’Leary wies Musks Kenntnisse über Flugbetrieb zurück und schätzte Starlink-Kosten auf bis zu 250 Millionen Dollar jährlich. Die Airline hat eine Marktkapitalisierung von rund 36 Milliarden Dollar.
Rechtliche Hürden durch EU-Regeln
Eine Übernahme Musks ist unwahrscheinlich, da EU-Recht vorschreibt, dass Airlines mehrheitlich von EU-Bürgern oder -Staaten kontrolliert werden müssen. Ryanair ist irisch und börsennotiert, was eine feindliche Übernahme erschwert. Musks Umfragen dienen oft als Provokation, wie bei früheren Ankündigungen zu Twitter oder Coca-Cola.
Quellen
Elon Musk lässt bei X über Kauf von Ryanair abstimmen
Elon Musk droht Ryanair mit Übernahme