Ultraverarbeitete Lebensmittel (UPFs) sind Nahrungsmittel, die industriell stark verarbeitet wurden und meist reich an Zucker, Salz, ungesunden Fetten sowie Zusatzstoffen sind, dabei aber eine geringe Nährstoffdichte aufweisen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass der regelmäßige Verzehr solcher Lebensmittel das Risiko für mehr als 30 verschiedene Gesundheitsprobleme deutlich erhöht. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten, Adipositas und psychische Erkrankungen.
Studienlage und Evidenz
Eine systematische Übersichtsarbeit im British Medical Journal mit fast 10 Millionen Teilnehmern fand direkte Zusammenhänge zwischen hohem Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel und einer erhöhten Mortalität sowie einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, Krebs und psychische Störungen. Die Daten zeigen eine dosisabhängige Beziehung – je höher der Konsum, desto größer das Gesundheitsrisiko.
Mechanismen der Gesundheitsschädigung
Ultraverarbeitete Lebensmittel fördern Entzündungsprozesse, verändern das Mikrobiom, stören den Lipidstoffwechsel und können die Insulinempfindlichkeit verschlechtern. Sie enthalten oft auch schädliche Zusatzstoffe und können Schadstoffe aus Verpackungsmaterialien wie Bisphenole oder Mikroplastik enthalten, die gesundheitliche Folgen haben können.
Empfehlungen zur Reduktion
Medizinische Experten empfehlen, den Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel möglichst zu reduzieren. Schon eine moderate Verminderung kann messbare positive Effekte auf die Gesundheit haben. Eine Ernährung, die auf frischen, unverarbeiteten oder wenig verarbeiteten Lebensmitteln basiert, schützt gegen die genannten Gesundheitsrisiken.
Fazit
Ultraverarbeitete Lebensmittel stellen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Der wissenschaftliche Konsens spricht klar für eine Verringerung ihres Konsums, um das Risiko für chronische Krankheiten zu senken und die Lebenserwartung zu erhöhen. Öffentliche Gesundheitsmaßnahmen und Aufklärungsprogramme sind daher dringend erforderlich, um den Verbrauch zu senken und die Ernährungssituation weltweit zu verbessern.
Quellen
Wie schädlich sind hochverarbeitete Lebensmittel?
Hochverarbeitete Lebensmittel befeuern globale Gesundheitskrise,