Die USA unter Präsident Donald Trump haben kürzlich Sanktionen verschärft, um Öllieferungen nach Kuba vollständig zu unterbinden, was das karibische Land vor eine existenzielle Krise stellt. Kuba ist stark abhängig von Importen, da es täglich rund 153.000 Barrel Öl verbraucht, aber nur etwa 50.000 Barrel selbst produziert. Experten warnen vor einem schnellen Kollaps der Wirtschaft und humanitären Katastrophen.
Hintergrund der Blockade
Die Ölblockade baut auf Jahrzehnte alten US-Sanktionen auf und wurde durch die Abkehr Venezuelas von Lieferungen nach der US-Intervention im Januar 2026 verschärft. Trump droht mit Zöllen gegen Lieferländer wie Mexiko, das zuvor 44 Prozent der kubanischen Ölimporte stellte, während Venezuela 34 Prozent beitrug. Dadurch sind Reserven kritisch: Analysen schätzen, dass Kuba ohne neue Lieferungen nur noch 15 bis 20 Tage durchhält.
Kubas Ölkrise im Detail
Kuba importiert etwa 60 Prozent seines Öls und nutzt es primär für Stromerzeugung, Transport und Landwirtschaft. Der Ausfall venezolanischer Lieferungen (ca. 26.500 Barrel pro Tag) hat zu massiven Blackouts geführt – in Havanna bis zu 20 Stunden täglich – und Preisanstiege für Lebensmittel sowie Transport. Die veraltete Infrastruktur verstärkt die Krise, da der Inselstaat keine ausreichenden Devisen für Marktimporte hat.
Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft
Die Energieknappheit lähmt bereits die Wirtschaft: Tourismus bricht ein, Nahrungsmittelknappheit verschärft sich, und der BIP-Rückgang liegt bei über 4 Prozent. UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor einem “humanitären Kollaps”, falls der Ölzufluss ausbleibt. Ökonomen wie Pavel Vidal prognostizieren einen vollständigen Stillstand der Rezession befindlichen Wirtschaft ohne Ersatz.
Reaktion der kubanischen Regierung
Havanna hat Sparpläne ergriffen: Priorisierung von Öl für Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und Verteidigung; Reduzierung von Schulzeiten und Hybrid-Modelle an Universitäten. Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnet die US-Politik als “genozidal” und setzt auf mehr Eigenförderung sowie Hilfe von Russland. Dennoch betonen Minister, dass Kuba “nicht kollabieren” werde.
Prognosen: Wann droht der Kollaps?
Experten rechnen mit Lähmung innerhalb von Wochen: Ohne Öl “kommt die kubanische Wirtschaft zum Stillstand”. Kpler-Daten zeigen nur minimale Lieferungen im Januar 2026, Reserven reichen für maximal drei Wochen. Ein vollständiger Blockade könnte 2026 zum Regimewechsel führen, so US-Insider. Kuba sucht Alternativen, doch die Isolation vertieft sich.
Quellen
US-Ölblockade: Wie lange dauert es noch, bis Kuba zusammenbricht?
Kuba will wichtige Dienstleistungen schützen, während die USA die Ölversorgung unterbrechen wollen


