Mexiko hat angesichts der verschärften humanitären Krise auf Kuba schnelle Hilfsmaßnahmen angekündigt. Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte, dass Lebensmittel und Grundbedarfsgüter bereits vorbereitet werden.
Hintergrund der Kuba-Krise
Kuba steckt in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution 1959, geprägt von massiven Stromausfällen bis zu 20 Stunden täglich und akutem Treibstoffmangel. Der Ausfall venezolanischer Öllieferungen nach der US-militärischen Entfernung von Nicolás Maduro Anfang Januar 2026 hat die Insel besonders hart getroffen, da Mexiko zuvor als Hauptlieferant einsprang. Sheinbaum warnte wiederholt vor einem „humanitären Desaster“ durch diese Entwicklungen.
Details der mexikanischen Ankündigung
Bei einer Veranstaltung in Guaymas (Sonora) erklärte Sheinbaum am 1. Februar 2026, dass „in dieser Woche humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten“ nach Kuba verschickt werde. Die Vorbereitungen für den Versand von Hilfsgütern seien im Gange, während diplomatische Lösungen für mögliche Öl-Lieferungen aus humanitären Gründen gesucht würden. Mexikos Außenminister Juan Ramón de la Fuente bekräftigte die Haltung und berief sich auf völkerrechtliche Verpflichtungen.
US-Druck und geopolitische Spannungen
US-Präsident Donald Trump drohte mit hohen Zöllen gegen Länder, die Kuba mit Öl versorgen, um den „kommunistischen Regime“ zum Kollaps zu zwingen. Sheinbaum bestritt Gespräche mit Trump über Kuba und betonte Mexikos Solidaritätstradition. Trotz Reduzierung früherer Öl-Exporte hält Mexiko an der humanitären Hilfe fest, was die bilateralen Beziehungen belastet.
Ausblick und internationale Reaktionen
Die Hilfe soll eine Verschärfung der Krise abwenden, doch Experten sehen Kuba vor einer ungewissen Zukunft ohne stabile Energieversorgung. Weltweit gibt es Kritik an den US-Maßnahmen, während Mexiko diplomatischen Dialog sucht. Die Entwicklung bleibt eng mit den US-Mexiko-Beziehungen verknüpft.
Quellen
Mexiko kündigt “humanitäre Hilfe” für Kuba an
Mexico to send humanitarian aid to Cuba, Sheinbaum says