In mehreren Regionen der Ukraine, darunter Charkiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk, wurden in der vergangenen Woche Energieanlagen schwer getroffen. Laut dem Energieministerium mussten hunderte Haushalte zeitweise ohne Strom auskommen. Auch Heizungs- und Wasserversorgungssysteme waren betroffen.
Der staatliche Energiekonzern Ukrenergo meldete, dass Drohnen vor allem Transformatorstationen sowie Verteilungsnetze attackierten. Einige Anlagen seien vollständig zerstört, viele andere jedoch bereits notdürftig repariert.
Reparaturteams im Dauereinsatz
Trotz der anhaltenden Gefahr arbeiten hunderte Techniker unter schwierigsten Bedingungen an der Wiederherstellung der Versorgung. Oft müssen sie in der Nacht und bei anhaltenden Luftalarmen arbeiten. Mobile Generatoren und Ersatzteile aus westlichen Staaten ermöglichen vorübergehende Lösungen in besonders betroffenen Gebieten.
Die ukrainische Regierung betont, dass Maßnahmen zur Verstärkung der Luftabwehr oberste Priorität haben. „Jede wiederhergestellte Leitung ist ein Sieg gegen die Dunkelheit und für die Widerstandskraft unseres Landes“, sagte Energieminister Herman Haluschtschenko in Kiew.
Stromrationierung und Vorbereitung auf den Winter
Da die Energieproduktion hinter der Nachfrage zurückbleibt, müssen viele Städte erneut Strom rationieren. Verbraucher werden zur sparsamen Nutzung aufgefordert. Öffentliche Gebäude und Straßenbeleuchtung werden abends teilweise abgeschaltet.
Die Regierung bereitet zudem Notfallpläne für den Winter vor, darunter zusätzliche Generatoren für Krankenhäuser und Schulen sowie Hilfspakete für besonders gefährdete Haushalte. Internationale Partner, darunter die EU und die USA, unterstützen mit technischer Ausrüstung und finanziellen Mitteln den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur.
Quellen
Ukrainer flicken Energieinfrastruktur nach russischen Attacken – spiegel.de
Russische Angriffe legen ukrainische Energieversorgung lahm – dw.com.de