Großbritannien und Frankreich haben nach offiziellen Angaben Luftangriffe gegen Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien durchgeführt. Laut dem britischen Verteidigungsministerium erfolgte der Einsatz in Abstimmung mit französischen Streitkräften. Ziel war es, eine erneute Erstarkung des IS in der Region zu verhindern, nachdem Geheimdienste vor wachsender Aktivität verbliebener Zellen gewarnt hatten.
Nach Angaben der BBC und der französischen Nachrichtenagentur AFP fanden die Angriffe in der Nacht zum Sonntag statt. Es sollen dabei Kommandozentralen sowie logistische Einrichtungen des IS getroffen worden sein.
Ziel: Verhinderung eines Wiederauflebens der Terrormiliz
Das britische Verteidigungsministerium erklärte, die Operation sei „präventiv“ durchgeführt worden, um „Bedrohungen für die Stabilität der Region und für europäische Sicherheitsinteressen abzuwehren“. Auch Frankreichs Verteidigungsministerin betonte, dass die Mission der Zusammenarbeit beider Länder „ein deutliches Signal gegen Terrorismus und Extremismus“ sende.
Analysten sehen in dieser Aktion ein Zeichen für eine verstärkte sicherheitspolitische Kooperation zwischen den beiden europäischen Staaten – insbesondere nach den geopolitischen Spannungen der vergangenen Jahre und den wiederholten Terrorwarnungen auf dem Kontinent.
Internationale Reaktionen und Bewertung
Die USA begrüßten den Einsatz und bekräftigten, dass sie den Kampf gegen den IS weiterhin unterstützen. Russland äußerte hingegen Vorbehalte und kritisierte die Luftschläge als potenziell völkerrechtlich problematisch, da sie ohne Zustimmung der syrischen Regierung erfolgten.
Beobachter gehen davon aus, dass der Einsatz auch Teil einer breiteren westlichen Strategie ist, um instabile Gebiete in Syrien zu kontrollieren und den Vormarsch extremistischer Gruppierungen einzudämmen. Die Vereinten Nationen mahnten unterdessen zur Vorsicht, um zivile Opfer zu vermeiden.
Quellen
Großbritannien und Frankreich greifen IS an
London: Britisch-französischer Angriff auf IS in Syrien