Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat den angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert. In einem Interview bezeichnete Trump den Vorfall als „unnötige Provokation“, die die Spannungen in der Region weiter verschärfe.
Russische Quellen hatten zuvor berichtet, dass ukrainische Drohnen eine der Präsidentenresidenzen nahe Moskau angegriffen hätten. Kiew dementierte die Verantwortung für den Angriff und bezeichnete die Vorwürfe als „russische Propaganda zur Rechtfertigung weiterer Vergeltungsschläge“.
Trumps außenpolitische Haltung bleibt pro-russisch geprägt
Trumps jüngste Äußerungen passen in seine bekannte Linie, den russischen Präsidenten Putin tendenziell zu schonen und die Verantwortung für den Krieg in der Ukraine auf westliche Akteure zu schieben. Bereits während seiner Amtszeit hatte er die US-Militärhilfe an Kiew wiederholt infrage gestellt und die NATO-Verbündeten zu höheren Verteidigungsausgaben gedrängt.
„Wenn ich Präsident wäre, wäre dieser Krieg niemals ausgebrochen“, sagte Trump. Beobachter werten diese Aussage als Versuch, seine außenpolitische Kompetenz im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen zu unterstreichen.
Reaktionen aus Washington und Kiew
Vertreter der Biden-Regierung reagierten zurückhaltend auf Trumps Vorwürfe. Ein Sprecher des Außenministeriums betonte, dass die Ukraine das Recht habe, sich gegen russische Angriffe zu verteidigen, und dass Washington weiterhin an der Seite Kiews stehe.
In der Ukraine wiederum sorgten Trumps Äußerungen für Empörung. Der außenpolitische Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte, solche Aussagen „spielten ausschließlich Moskau in die Hände“.
Analyse: Wahlkampf und geopolitische Symbolik
Politische Analysten sehen Trumps jüngste Äußerungen im Licht seiner laufenden Präsidentschaftskampagne. Durch die Kritik an der Ukraine versucht er, sich als Anti-Kriegs-Kandidat zu positionieren und Wähler zu mobilisieren, die eine Reduzierung amerikanischer Auslandseinsätze befürworten.
Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie stark sicherheitspolitische Themen bereits jetzt den Ton im US-Wahlkampf 2026 bestimmen – insbesondere im Kontext globaler Machtverschiebungen zwischen Washington, Moskau und Peking.
Quellen
Ex-Präsident Trump attackiert Ukraine nach angeblichem Angriff auf
Trump stellt sich hinter Putin nach angeblichem ukrainischen Angriff


