Bulgariens Staatschef Radew kündigt Rücktritt an

21/01/2026
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In Bulgarien spitzt sich die politische Lage weiter zu. Nur wenige Tage nach dem Rücktritt der gesamten Regierung hat nun auch Präsident Rumen Radew erklärt, sein Amt niederlegen zu wollen. Die Ankündigung erfolgte laut bulgarischen Medien am Montagabend in Sofia. Ein genauer Zeitpunkt für seinen Rücktritt wurde bisher nicht genannt. Radew betonte jedoch, dass sein Schritt wohlüberlegt sei und im Interesse des Landes erfolgen solle.

Kein Wahltermin in Sicht

Bislang steht noch kein Termin für Neuwahlen fest. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass das Parlament in den kommenden Wochen aufgelöst und Neuwahlen wahrscheinlich im Frühjahr 2026 stattfinden könnten. Der Rücktritt der Regierung war bereits ein deutliches Zeichen für die politische Instabilität, die Bulgarien seit Monaten begleitet. Mit Radews Entscheidung verschärft sich die Lage weiter.

Rücktritt, aber kein Rückzug aus der Politik

Obwohl Radew sein Amt als Staatsoberhaupt aufgeben will, schließt er eine weitere politische Karriere offenbar nicht aus. In seiner Erklärung betonte er: „Ich bleibe meinem Land verpflichtet – in welcher Form auch immer.“ Analysten vermuten, dass Radew möglicherweise eine neue politische Bewegung oder Partei gründen könnte, um seinen Einfluss in der bulgarischen Politik zu sichern.

Politische Hintergründe und Reaktionen

Rumen Radew, ein ehemaliger General der Luftwaffe, war seit 2017 Präsident Bulgariens und galt als Parteiloser mit Nähe zur sozialistischen Opposition. Während seiner Amtszeit positionierte er sich häufig kritisch gegenüber der Regierung und europäischen Sanktionen gegen Russland – eine Haltung, die ihm sowohl Unterstützung als auch Kritik einbrachte.

Vertreter der Opposition begrüßten seine Entscheidung als „ehrlichen Schritt zur Erneuerung“. Regierungsnahe Stimmen warnten hingegen vor einem „Machtvakuum“ und forderten eine schnelle Klärung der Nachfolge.

Ausblick auf Bulgariens politische Zukunft

Mit zwei Rücktritten innerhalb weniger Tage steht Bulgarien vor unruhigen Zeiten. Experten erwarten eine intensive Debatte über die Zukunft des Landes, seine außenpolitische Ausrichtung und den Einfluss der Parteienlandschaft. Ob Radew in neuer politischer Rolle wieder auftaucht, bleibt abzuwarten – fest steht jedoch, dass Bulgarien vor einer entscheidenden Weggabelung steht.

Quellen

Bulgariens Präsident Radew tritt zurück
Rumen Radew geht

Matthias Otto

Matthias Otto

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