In Minneapolis, USA, sind Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Immigrations- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) zu protestieren. Die Demonstrationen eskalierten teilweise, was zu Dutzenden Festnahmen führte. Die Proteste richten sich vor allem gegen die anhaltenden Abschiebepolitiken der US-Regierung und erinnern an frühere Unruhen in der Stadt.
Hintergrund der Proteste
Die Demonstrationen begannen am Wochenende und zogen schnell Hunderttausende Teilnehmer an. Auslöser war eine Razzia von ICE-Agenten in einem Stadtviertel mit hohem Anteil an Einwanderern. Demonstranten warfen mit Steinen und blockierten Straßen, woraufhin die Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen reagierte. Lokale Aktivisten berichten von über 50 Verhaftungen, darunter mehrere Minderjährige.
Polizeieinsatz und Eskalation
Die Polizei von Minneapolis setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein, um die Menge zu zerstreuen. Augenzeugen filmen Szenen von Zusammenstößen, die an die George-Floyd-Proteste von 2020 erinnern. Bürgermeisterin Jacob Frey bezeichnete die Situation als “kritisch” und forderte Ruhe. Bislang gibt es keine Berichte über Schwerverletzte, doch Spannungen halten an.
Politische Reaktionen
Präsident Biden äußerte sich zurückhaltend und betonte das Recht auf friedliche Proteste. Republikanische Politiker wie Senator Tom Cotton forderten härtere Maßnahmen gegen “illegale Einwanderer”. Linke Gruppen wie Black Lives Matter und Immigrant Rights Network unterstützen die Demonstranten und planen weitere Aktionen.
Ausblick und internationale Resonanz
Die Proteste könnten sich ausweiten, da ähnliche Unruhen in anderen US-Städten wie Los Angeles gemeldet werden. In Deutschland äußern Grüne-Politiker Solidarität und kritisieren die US-Abschiebepolitik. Experten warnen vor einer Politisierung des Themas vor den Midterm-Wahlen.
Quellen
Tausende demonstrieren und Dutzende werden bei Protesten gegen die Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis festgenommen
Schüsse bei ICE-Räumung in Minneapolis: 11 Demonstranten am Donnerstag festgenommen

