Die landesweiten Proteste in den USA richten sich gegen die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement), ausgelöst durch tödliche Schüsse auf US-Bürger während der „Operation Metro Surge“. Diese Offensive der Regierung unter Präsident Donald Trump, die im Dezember 2025 begann, zielte auf Massenabschiebungen ab und führte zu mehreren Todesfällen, darunter Renee Good und Alex Pretti in Minneapolis. Kritiker werfen ICE übermäßige Gewaltanwendung und mangelnde Transparenz vor, was zu Forderungen nach Bodycams und Untersuchungen führt.
Ausmaß und Orte der Demonstrationen
Proteste breiten sich auf 46 bis 50 Bundesstaaten aus, mit Tausenden Teilnehmern in Städten wie Minneapolis, Los Angeles, New York und Chicago. Am 30. und 31. Januar 2026 organisierten Aktivisten einen „National Shutdown“ mit Schulstreiks, Geschäfts-Schließungen und Marschierungen unter dem Motto „ICE Out of Everywhere“. In Los Angeles eskalierten Teile der Kundgebungen mit Reizgas-Einsatz der Polizei, während Prominente wie Bruce Springsteen in Minneapolis auftreten.
Politische Reaktionen und Forderungen
Demokraten im Senat blockieren Haushaltsgesetze, um Reformen bei ICE zu erzwingen, während Trump die Operation verteidigt und Tom Homan als „Border Czar“ einsetzt. Demonstranten boykottieren Hotels, die ICE beherbergen, und fordern das Ende der Abschiebepolitik sowie unabhängige Untersuchungen zu den Todesfällen. Lokale Politiker wie der Bürgermeister von Minneapolis kritisieren die Einsätze als „nicht nachhaltig“.
Quellen
Landesweite Proteste gegen Einwanderungsbehörde ICE
USA: Proteste gegen ICE weiten sich aufs ganze Land aus