Mexiko steht derzeit im Fokus internationaler Berichterstattung aufgrund dramatischer Entwicklungen im Kampf gegen Drogenkartelle. Die Tötung des Kartellchefs „El Mencho“ hat massive Unruhen ausgelöst.
Tötung von „El Mencho“ in Jalisco
Bei einem Militäreinsatz in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco wurde Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, der Anführer des Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG), getötet. Er erlag schweren Verletzungen während eines Lufttransports nach Mexiko-Stadt; insgesamt starben sieben Kartellmitglieder, drei Soldaten wurden verletzt. Die USA hatten 15 Millionen Dollar Belohnung auf ihn ausgesetzt und gratulierten zum Erfolg.
Welle der Gewalt in Mexiko
Nach dem Tod von „El Mencho“ kam es zu Ausschreitungen in über 20 Bundesstaaten: Kartellanhänger errichteten 252 Straßensperren mit brennenden Fahrzeugen, plünderten Geschäfte wie Oxxo und attackierten Banken sowie Nationalgarde-Posten. In Guadalajara, wo WM-Spiele 2026 geplant sind, wurde die Stadt zur Geisterstadt; mindestens 14 Tote wurden gemeldet.
Reaktionen der Behörden und USA
Die mexikanische Regierung unter Präsidentin Sheinbaum setzte Verstärkungen der Guardia Nacional und Armee ein, um die Ordnung wiederherzustellen; 90% der Blockaden wurden aufgelöst, 25 Verdächtige in Jalisco festgenommen. Schulen in elf Staaten schlossen, Universitäten wie UNAM wechselten zu Online-Unterricht; die US-Botschaft riet zum Bleiben zu Hause. Die USA sehen dies als großen Fortschritt im Kampf gegen Kartelle.
Quellen
Gewalttätige Ausschreitungen in Mexiko nach Tötung von Drogenboss
Mexikos meistgesuchter Drogenboss „El Mencho“ bei Militäroperation getötet