Wachsende Angst vor Rückkehr des IS in Syrien

23/01/2026
1 Minute lesen
IS-Ausbruch-Syrien-Kurden

Nach dem teilweisen Rückzug kurdischer Milizen aus dem Nordosten Syriens mehren sich Berichte über eine mögliche Flucht zahlreicher IS-Anhänger aus Gefängnissen und Internierungslagern. Laut lokalen Quellen sollen bewaffnete Gruppen die Gelegenheit genutzt haben, um Kämpfer und Unterstützer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu befreien. Beobachter warnen vor einer erneuten Destabilisierung der Region.

Die kurdischen Streitkräfte, die in den vergangenen Jahren entscheidend an der Zurückdrängung des IS beteiligt waren, hatten ihre Positionen in mehreren Provinzen zugunsten der neuen Übergangsregierung in Damaskus aufgegeben. Dieser Machtwechsel öffnete offenbar eine Sicherheitslücke, die von Extremisten ausgenutzt wurde.

Regierung in Damaskus gibt Entwarnung – Misstrauen bleibt

Die von Russland unterstützte syrische Übergangsregierung erklärte, die Lage sei „vollständig unter Kontrolle“. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden Militäreinheiten in die betroffenen Gebiete entsandt, um die entkommenen Häftlinge zu verfolgen. Offizielle Vertreter versicherten, man habe die Sicherheitskräfte „in höchste Alarmbereitschaft“ versetzt.

Dennoch bestehen unter internationalen Beobachtern erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Handlungsfähigkeit der syrischen Behörden. Experten des Nahost-Thinktanks Center for Strategic Studies warnten, die Regierungsstrukturen seien bislang zu schwach, um eine erneute Reorganisation des IS dauerhaft zu verhindern.

Internationale Gemeinschaft zeigt sich besorgt

Auch die Vereinten Nationen und westliche Staaten äußerten Sorge über mögliche Folgen für die regionale Stabilität. Vertreter der US-Regierung betonten, der Kampf gegen den IS sei „nicht abgeschlossen“ und erfordere weiterhin koordinierte Maßnahmen. In europäischen Sicherheitskreisen wird darüber beraten, ob humanitäre und militärische Unterstützung im Nordosten Syriens wieder ausgeweitet werden sollte.

Die Rückkehr einzelner IS-Kommandanten in bislang gesicherte Gebiete könnte außerdem zu einer neuen Bedrohung für Nachbarstaaten wie den Irak oder die Türkei führen. Dort wird bereits verstärkt über regionale Sicherheitsstrategien diskutiert.

Hintergrund: Der IS in Syrien nach 2019

Seit der militärischen Niederlage des IS im Jahr 2019 galt die Organisation als weitgehend zerschlagen. Doch trotz des Verlusts territorialer Kontrolle blieb ein Untergrundnetzwerk in Syrien und im Irak aktiv. In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Anschläge auf Sicherheitskräfte und zivile Ziele gemeldet – ein Zeichen, dass die Extremisten ihren Einfluss allmählich zurückgewinnen könnten.

Analysten mahnen, dass politische Unsicherheit und humanitäre Krisen ideale Bedingungen für eine Rückkehr extremistischer Gruppierungen schaffen. Der Rückzug der kurdischen Milizen könnte somit unbeabsichtigt eine neue Eskalationsspirale auslösen..

Quellen

Sorge vor einer neuen Ausbreitung der Terrormiliz IS
Offenbar chaotische Zustände in IS-Internierungslagern in Syrien nach Rückzug der Kurden-Miliz wegen Gefechten mit der Armee

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

Nach oben gehen

Nicht verpassen!

krankenkassen-sparpaket-2025

Krankenkassen schlagen Ministerin milliardenschweres Sparpaket vor

Die gesetzlichen Krankenkassen fordern ein umfassendes Sparpaket in Höhe von
Ehegattenschaukel

Mit Ehegattenschaukel zum steueroptimalen Immobilienvermögen

In meinen Jahren als Immobilien-Fachmann bin ich immer wieder auf