Dänemark und Grönland fordern NATO-Mandat für die Arktis

21/01/2026
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Dänemark und Grönland haben der NATO vorgeschlagen, eine offizielle Mission für die Arktis und ihre größte Insel, Grönland, zu prüfen. Ziel ist es laut Regierungsvertretern, die sicherheitspolitische Präsenz des Bündnisses in der strategisch wichtigen Polarregion zu stärken. Der Vorschlag wurde am Montag nach Gesprächen in Brüssel bekannt gegeben.

Die Arktis gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung, da dort neue Handelsrouten entstehen und der Zugang zu Rohstoffen durch das Schmelzen des Eises leichter wird. Russland und China zeigen wachsendes Interesse an dieser Region, was in westlichen Hauptstädten für Besorgnis sorgt.

Sicherheitsinteressen und strategische Bedeutung

Nach Einschätzung von Experten verfolgt Dänemark mit dem Vorstoß zwei Ziele: die Verteidigungsfähigkeit in der Region auszubauen und gleichzeitig Grönlands Rolle innerhalb der NATO zu stärken. Grönland, als autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark, spielt durch seine geographische Lage zwischen Nordamerika und Europa eine Schlüsselrolle für militärische Frühwarnsysteme.

Ein NATO-Mandat könnte künftige Einsätze, gemeinsame Manöver oder Forschungsmissionen in der Region koordinieren und die militärische Überwachung in den nördlichen Seegebieten ausweiten.

Keine konkreten Details nach Brüsseler Treffen

Nach Angaben aus Diplomatenkreisen blieb es beim Treffen in Brüssel am Montag vorerst bei einem allgemeinen Austausch. Konkrete Details zum Umfang oder der Struktur einer möglichen Mission wurden noch nicht genannt.
Ein Sprecher des dänischen Verteidigungsministeriums erklärte, man befinde sich „in einem frühen Stadium der Gespräche“, wolle aber „eine stärkere sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Arktis fördern“.

Die NATO hat den Vorschlag bisher nicht offiziell kommentiert. Beobachter erwarten, dass das Thema bei den kommenden Treffen des Nordatlantikrates weiter geprüft wird.

Hintergrund: Wachsende Spannungen im hohen Norden

Der Vorstoß aus Kopenhagen und Nuuk kommt zu einem Zeitpunkt verstärkter militärischer Aktivitäten in der Arktis. Russland hat in den vergangenen Jahren seine nordischen Basen modernisiert und regelmäßig Manöver in der Region abgehalten. Auch die USA haben ihre Präsenz auf Grönland wieder erhöht, unter anderem durch das Strategische Luftwaffenkommando auf der Thule Air Base.

Dänemark und Grönland versichern, ihr Ziel sei eine „kooperative und friedliche Nutzung der Arktis“, betonen aber zugleich die Notwendigkeit einer gemeinsamen Abschreckung gegenüber potenziellen Bedrohungen.

Quellen

Dänemark und Grönland schlagen NATO-Mission vor
Vorschlag aus Kopenhagen und Nuuk: Neue NATO-Mission im Norden

Matthias Otto

Matthias Otto

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