Der Bundestag hat kürzlich ein neues Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes verabschiedet, das die Debatte um die “neue Wehrpflicht Regel” wieder entfacht hat. Seit Inkrafttreten am 1. Januar 2026 greifen verpflichtende Elemente für junge Männer, während der Dienst selbst freiwillig bleibt.
Bundestagsabstimmung und Zeitplan
Am 5. Dezember 2025 stimmte der Bundestag mit 323 zu 272 Stimmen für das Wehrdienstmodernisierungsgesetz zu, das der Bundesrat am 19. Dezember bestätigte. Die “neue Wehrpflicht Regel” sieht vor, dass Männer ab Geburtsjahrgang 2008 eine verpflichtende Musterung und Bereitschaftserklärung abgeben müssen.
Ab Mitte Januar 2026 erhalten 18-Jährige einen Brief mit QR-Code für einen Online-Fragebogen, der persönliche Daten, Qualifikationen und Dienstbereitschaft erfragt. Frauen können freiwillig teilnehmen.
Wichtige Regelungen im Detail
Der Neue Wehrdienst dauert flexibel von sechs bis elf Monaten als Freiwilliger oder ab zwölf Monaten als Soldat auf Zeit mit mindestens 2.600 Euro Bruttogehalt. Attraktivität soll durch Führerscheinzuschüsse und moderne Ausbildung gesteigert werden.
Nach dem Dienst fließen Leistende automatisch in die Reserve ein, um die Bundeswehr auf 460.000 Soldaten bis 2035 zu stärken. Bei unzureichender Freiwilligenzahl kann der Bundestag eine Bedarfswehrpflicht beschließen.
Reaktionen und Proteste
Die Entscheidung löste bundesweite Schülerproteste aus, da viele die verpflichtende Musterung als Rückschritt sehen. Verteidigungsminister Pistorius betont hingegen die Notwendigkeit angesichts der Bedrohung durch Russland.
Trotz Kritik bleibt der Dienst freiwillig, mit Option auf Kriegsdienstverweigerung und Ersatzdienst. Die “neue Wehrpflicht Regel” zielt auf ein besseres Personal-Lagebild ab, ohne sofortige Einberufungspflicht.
Quellen
Bundestag stimmt für neues Wehrdienstgesetz
Bundestag billigt neues Wehrdienst-Gesetz – Jugendliche protestieren


