Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat erneut betont, seine Amtszeit (2017–2021) sei die erfolgreichste in der Geschichte der Vereinigten Staaten gewesen. In einer Rede vor Anhängern im Bundesstaat Florida erklärte er, seine Regierung habe „mehr erreicht als jede andere vor ihr“. Er verwies dabei auf die wirtschaftliche Entwicklung, seine Steuerpolitik sowie auf außenpolitische Initiativen, die seiner Meinung nach „Amerika stärker und sicherer gemacht“ hätten.
Beobachter sehen Trumps Aussagen im Kontext seiner laufenden Bemühungen, für die Präsidentschaftswahl 2028 erneut Schwung zu sammeln. Seine jüngsten Äußerungen werden von seinen Unterstützern gefeiert – Kritiker hingegen werfen ihm „Geschichtsklitterung und Selbstinszenierung“ vor.
Wirtschaftliche Bilanz: Licht und Schatten
Während Trump auf das Wachstum der US-Wirtschaft vor der Pandemie verweist, betonen Ökonomen, dass ein Großteil des Aufschwungs bereits unter seinem Vorgänger Barack Obama begonnen hatte. Die Arbeitslosenquote sank in seinen ersten Jahren zwar deutlich, doch die COVID-19-Krise 2020 ließ Millionen Jobs verloren gehen.
Laut dem „Bureau of Labor Statistics“ erholte sich der Arbeitsmarkt erst 2022 wieder nachhaltig – also nach Trumps Amtszeit.
Außenpolitik und internationale Reaktionen
Trump hebt insbesondere die Annäherung zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten als „epochalen Durchbruch“ hervor – gemeint sind die sogenannten Abraham-Abkommen. Diese Vereinbarungen wurden international durchaus als diplomatischer Erfolg gewertet. Gleichzeitig sorgte sein Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen und der WHO für heftige Kritik.
Europäische Partner warfen seiner Regierung zudem vor, multilaterale Kooperationen gefährlich zu schwächen.
Selbstbild versus öffentliche Wahrnehmung
Trumps Rhetorik folgt einem vertrauten Muster: Er stellt sich als Nonkonformist und Macher dar, der „gegen das Establishment kämpft“. Politikwissenschaftler sehen in diesem Stil einen Versuch, seine Basis emotional zu binden und die Deutungshoheit über seine Amtszeit zu sichern.
Laut Umfragen des amerikanischen Pew Research Center bewerten nur rund 35 Prozent der US-Bürger seine Präsidentschaft als „historisch positiv“.
Fazi
Donald Trumps Selbstdarstellung als „erfolgreichster Präsident aller Zeiten“ bleibt umstritten. Während seine Anhänger in ihm einen Verteidiger der amerikanischen Interessen sehen, halten Kritiker seine Erfolge für übertrieben und seine politischen Entscheidungen teils für spaltend. Die Diskussion über sein Vermächtnis wird die US-Politik wohl auch in Zukunft bestimmen.
Quellen
Trump bescheinigt sich selbst historische Erfolge
Fünf Jahre später zeigen die Abraham-Abkommen von Präsident Trump, dass Frieden tatsächlich zu Wohlstand führt.