In Dortmund und Düsseldorf mobilisieren Tausende Bürger gegen Auftritte des umstrittenen AfD-Politikers Björn Höcke. Die Proteste richten sich gegen AfD-Events, die als Plattform für rechtsextreme Positionen gesehen werden. Sie unterstreichen den zivilgesellschaftlichen Widerstand in Nordrhein-Westfalen.
Proteste in Dortmund: Über 3.300 Gegendemonstranten
Am Sonntag, den 22. Februar 2026, demonstrierten rund 3.300 Menschen friedlich vor dem Dortmunder Rathaus gegen Höckes Rede beim AfD-Neujahrsempfang. Die Polizei sprach von einer Beteiligung, die fünfmal höher als erwartet ausfiel, mit Unterstützung durch Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU). Veranstalter hatten nur 600 Teilnehmer prognostiziert, doch Gewerkschaften, Initiativen und Bürger setzten ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus.
Erwartete Massenproteste in Düsseldorf-Garath
Für Montagabend, den 23. Februar 2026, plant der AfD-Kreisverband Düsseldorf einen Vortrag Höckes im Kulturhaus Süd in Garath, wo die AfD bei Kommunalwahlen stark abschnitt. Ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Kirche, Gewerkschaften, Mietervereinen und Fortuna-Düsseldorf-Ultras erwartet über 5.000 Demonstranten ab 17 Uhr am S-Bahnhof Garath. Aktionen wie Chöre, musikalische Einlagen und ein Protestwagen von Jacques Tilly sollen den Auftritt stören.
Hintergrund: Höckes umstrittene NRW-Tour
Björn Höcke, AfD-Landeschef in Thüringen und vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft, tourt durch NRW trotz Gerichtsurteilen wegen Nazi-Parolen. Die Proteste folgen Enthüllungen zum AfD-“Deutschlandplan” und spiegeln bundesweiten Widerstand wider. In Düsseldorf-Garath, AfD-Hochburg mit 32 Prozent, wird der Auftritt besonders kontrovers diskutiert.
Quellen
Tausende demonstrieren gegen Höcke-Rede in Dortmund
Deutschland: Proteste gegen AfD-Veranstaltungen in Dortmund und Düsseldorf