In Katalonien nahe Barcelona wurde am 27. November 2025 der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) seit 1994 bestätigt, nachdem zwei tote Wildschweine positiv getestet wurden. Bis zum 2. Dezember 2025 stiegen die Fälle auf neun bei Wildschweinen im Collserola-Naturpark an, was einen nationalen Notfallplan auslöste. Die Behörden vermuten als Ursache kontaminierte Essensreste wie ein weggeworfenes Wurstsandwich, das von Wildschweinen gefressen wurde.
Maßnahmen zur Eindämmung
Spanien mobilisierte über 100 Soldaten der militärischen Notfalleinheit UME sowie 300 katalanische Polizeikräfte, die mit Drohnen und Spürhunden infizierte Wildschweine suchen. Die EU schickte eine Veterinär-Taskforce zur Unterstützung, während Sperrzonen in einem 20-Kilometer-Radius um Barcelona eingerichtet und 39 Betriebe quarantäniert wurden. Experten betonen, dass ASP für Menschen harmlos ist, sich aber rasch unter Schweinen und Wildschweinen ausbreitet.
Bedrohung für den Fleisch-Export
Spanien, weltweit führender Schweinefleisch-Exporteur, verlor seinen ASP-freien Status, was zu Exportstopps in Dutzende Länder führte. China stoppte Importe aus der Provinz Barcelona, obwohl 2024 über 540.000 Tonnen im Wert von 1,1 Milliarden Euro bezogen wurden; Großbritannien und andere verhängten vollständige Verbote. Der Ausbruch gefährdet Spaniens Milliardenumsatz, da Schweinefleisch 19,3 Prozent der katalanischen Lebensmittelexporte ausmacht.
Quellen
Schweinepest-Ausbruch gefährdet Spaniens Milliardengeschäft mit Fleisch
Kontaminiertes Sandwich löst Krise aus: Spaniens Pork-Exporte in Gefahr