Steffen Seibert, der langjährige Regierungssprecher unter Kanzlerin Angela Merkel, hat seinen Posten Ende 2021 geräumt. Nach elf Jahren als dienstälteste Stimme der Bundesregierung schied er mit dem Wechsel zur Ampel-Koalition aus.
Wer ist Steffen Seibert?
Seibert übernahm 2010 das Amt des Regierungssprechers und war zuvor Moderator beim ZDF im „heute-journal“. Er begleitete Merkel zu über 1.165 Presseauftritten und wurde für seine Professionalität und Zurückhaltung bekannt. Bei seinem Abschied in der Bundespressekonferenz plädierte er für die Erhaltung journalistischer Vielfalt in Deutschland.
Der Abschied von der Merkel-Ära
Am 6. Dezember 2021 hatte Seibert seinen letzten Auftritt und verabschiedete sich mit einem dezenten „Leben Sie wohl“. Er lehnte Spekulationen über seine Zukunft ab und blieb typisch verschlossen: „Wir bleiben bei Regierungspolitik.“ Sein Twitter-Account wurde archiviert, persönliche Pläne blieben unklar.
Neuer Posten unter Scholz?
Bereits 2022 berichteten Medien, dass Kanzler Olaf Scholz Seibert einen Botschafterposten in Israel zusagte – eine persönliche Zusage an Merkel. Ursprünglich soll er Madrid gewünscht haben, doch Israel wurde ihm angeboten. Seibert äußerte, Merkel nicht zu vermissen, da er sie privat getroffen hatte.
Bedeutung für Presse und Politik
Seiberts Amtszeit markierte den Übergang zu digitaler Kommunikation; er nutzte Twitter effektiv und forderte Journalisten heraus. Sein Rücktritt symbolisiert das Ende der Merkel-Ära und den Start der Scholz-Regierung. Bis heute bleibt sein genauer Werdegang nach dem Ausscheiden Thema in der Berichterstattung.
Quellen
Ex-Merkel-Sprecher Seibert räumt Posten
Seibert sagt Hauptstadtpresse Lebewohl