Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Landstuhl fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) dringend eine Aufstockung der Bundespolizei. Der Bundesvorsitzende Jochen Kopelke betont den akuten Personalmangel im Bahnbereich.
Hintergrund des Vorfalls
Ein Zugbegleiter wurde kürzlich in einem Regionalzug in Landstuhl Opfer eines tödlichen Angriffs. Dieses Ereignis hat die Sicherheitslage im Bahnverkehr erneut ins Rampenlicht gerückt. Bahnpersonal und Reisende äußern wachsende Ängste vor Gewalt.
Forderungen der GdP
Jochen Kopelke kritisiert, dass die Bundespolizei trotz rechtlicher Zuständigkeit für Bahnhöfe und Züge seit Monaten auf Verstärkung wartet. Er fordert ein Sofortprogramm mit zusätzlichen 14 Hundertschaften für Bund und Länder. Ziel ist eine effektivere und flexiblere Sicherheitsversorgung bundesweit.
Ursachen des Mangels
Die Bundespolizei ist durch Grenzkontrollen und andere Aufgaben stark belastet, während Landespolizeien kaum unterstützen können. Kopelke appelliert an Bundesregierung, Innenministerkonferenz und Verkehrsministerkonferenz für rasche Maßnahmen. Langfristig fehlen Stellen, um Pensionierungen auszugleichen.
Position der EVG
Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mischt sich ein: Vorsitzender Martin Burkert plädiert für eine Verdopplung des Personals bei DB Sicherheit und Bundespolizei. Flächendeckende Streifen in Zügen seien essenziell, da Personalmangel dies derzeit verhindere.
Ausblick und Reaktionen
Die Forderungen stoßen auf breite Unterstützung in Gewerkschaftskreisen, erinnern an frühere Appelle der DPolG. Eine Aufstockung könnte den Haushalt 2026 belasten, doch GdP sieht sie als Sicherheitsnotwendigkeit. Die Regierung steht unter Druck, umgehend zu handeln.
Quellen
Gewerkschaft fordert Aufstockung von Bundespolizei
Gewerkschaft kritisiert Personalmangel bei Bundespolizei an Bahnhöfen


