Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, wurde am 24. Februar 2026 zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählt. Diese Wahl markiert einen wichtigen Moment für die katholische Kirche in Deutschland, da Heiner Wilmer seinen Vorgänger Georg Bätzing ablöst.
Wer ist Heiner Wilmer?
Heiner Wilmer wurde 1961 im Emsland geboren und trat 1980 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein. Nach seiner Priesterweihe 1987 studierte er in Rom und Freiburg und übernahm später Führungsrollen, darunter als Generaloberer seines Ordens bis 2018. Seit September 2018 leitet er das Bistum Hildesheim und war zuletzt Vorsitzender der DBK-Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.
Die Wahl und ihr Hintergrund
Die Bischöfe wählten Heiner Wilmer in ihrer Frühjahrsversammlung in Würzburg für die nächsten sechs Jahre. Er gilt als Vermittler zwischen progressiven und konservativen Strömungen, setzt auf Dialog und betont den Glauben im Zentrum. Nach der Wahl rief er dazu auf, Gott ins Zentrum zu stellen und interne Kirchenkonflikte zu überwinden.
Positionen und Engagement
Heiner Wilmer engagiert sich für Reformen wie alternative Leitungsmodelle mit Frauen und die Segnung homosexueller Paare. Gleichzeitig warnt er vor Zweifeln an zentralen Glaubensüberzeugungen und setzt sich für Themen wie Klimaschutz, Demokratie und die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen ein. In seiner Rolle bei Justitia et Pax fokussierte er Friedensethik und Menschenrechte.
Quellen
Heiner Wilmer wird zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
Heiner Wilmer ist der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz – wofür steht er?