Simon Bohr war ein 34‑jähriger Polizeioberkommissar, der im August 2025 bei einem Einsatz in Völklingen im Saarland erschossen wurde. Er war verheiratet und hinterließ eine Frau sowie zwei Töchter, was den Fall für die Öffentlichkeit zusätzlich erschütternd machte.
Verlauf der Tat
Am 21. August 2025 überfiel der damals 18‑jährige Ahmet G. eine Tankstelle in Völklingen und geriet bei der Flucht in einen Konflikt mit Polizeibeamten. Beim anschließenden Handgemenge entriss der Täter einem Polizeianwärter die Dienstwaffe und schoss insgesamt 17‑mal, wobei sechs Kugeln den Polizeioberkommissar Simon Bohr trafen und er noch am Tatort verstarb.
Der Prozess gegen den Täter
Der Prozess um den Tod von Simon Bohr begann im Februar 2026 vor dem Landgericht Saarbrücken und sorgte bundesweit für Aufsehen. Die Anklage warf dem 19‑jährigen Angeklagten Mord, versuchten Mord und besonders schweren Raub vor und forderte eine 13‑jährige Jugendstrafe sowie Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.
Urteil: Freispruch von Mord, aber Psychiatrie
Am 31. März 2026 wurde das Urteil im Fall des getöteten Polizisten Simon Bohr verkündet. Das Landgericht Saarbrücken sprach den Angeklagten zwar von der Mordanklage frei, verurteilte ihn aber wegen besonders schweren Raubes und ordnete eine unbegrenzte Einweisung in die geschlossene Psychiatrie an.
Reaktionen: Polizei und Öffentlichkeit fassungslos
Die Entscheidung stieß insbesondere bei der Polizei und der Hinterbliebenenfamilie auf große Empörung. Vertreter der Polizei sprachen von einem „Schlag ins Gesicht“ für den gesamten Berufsstand, während die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil ankündigte.
Simon Bohr bleibt im öffentlichen Bewusstsein
Der Fall des erschossenen Polizisten Simon Bohr bleibt ein zentrales Thema in der Diskussion über Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Frage, wie mit psychisch beeinträchtigten Tätern in Mordverfahren umgegangen wird. Die aktuelle Urteilsfindung um Simon Bohr wird wahrscheinlich auch juristische und politische Debatten über Reformen im Jugend‑ und Strafrecht anstoßen.
Simon Bohr wird nicht nur als Polizist, sondern als Symbol für die Gefahren im täglichen Einsatz gegenüber der Öffentlichkeit eine bleibende Erinnerung bleiben.
Quellen
Völklingen: Angeklagter wegen schweren Raubes verurteilt
„Ein Schlag ins Gesicht für alle Kolleginnen und Kollegen – wir sind fassungslos“