Deutschland und Saudi-Arabien planen eine deutliche Ausweitung ihrer Energiekooperation, um zukünftige Energieversorgung zu sichern und nachhaltige Technologien voranzutreiben. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) unterzeichnete in Riad eine Absichtserklärung mit Energieminister Abdulasis bin Salman. Ergänzt wurden zehn Verträge zwischen Unternehmen beider Länder.
Die Unterzeichnung in Riad
Die Absichtserklärung zielt auf eine strategische Vertiefung der bilateralen Beziehungen im Energiesektor ab. Sie wurde am 1. Februar 2026 in der saudischen Hauptstadt gefasst und markiert einen Meilenstein inmitten sinkender Ölpreise, die den saudischen Haushalt belasten. Reiche betonte, dass Diversifikation für Saudi-Arabien essenziell sei, um Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren.
Schwerpunkte der Kooperation
Die Partnerschaft umfasst Energieerzeugung, grünen Wasserstoff, künstliche Intelligenz, Industrie und Innovation. Saudi-Arabiens Vorteile bei günstiger Solar- und Windenergie ermöglichen kostengünstigen klimafreundlichen Wasserstoff. Weitere Bereiche sind Chemie, CO₂-Management, Digitalisierung und stabile Lieferketten.
Grüner Wasserstoff als Highlight
Ein zentrales Projekt sieht die Produktion von grünem Ammoniak in Saudi-Arabien vor, das per Schiff nach Rostock transportiert und dort in Wasserstoff umgewandelt wird. Beteiligt sind EnBW, VNG, der Hafen Rostock und der saudische Konzern ACWA Power. Die Anlage in Yanbu soll 2030 in Betrieb gehen und das deutsche Wasserstoffnetz speisen.
Strategische Bedeutung für Deutschland
Für Deutschland sichert die Kooperation den Import erneuerbarer Energien und unterstützt die Energiewende. Sie stärkt wirtschaftliche Beziehungen und trägt zur globalen Dekarbonisierung bei. Experten sehen darin eine Absicherung gegen Energiepreisschwankungen.
Quellen
Deutschland Nachrichten: Energiekooperation mit Saudi-Arabien soll ausgeweitet werden
Deutschland baut Energie-Deal mit Saudi-Arabien aus


