Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine dreitägige Reise durch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate abgeschlossen, um wirtschaftliche Partnerschaften zu stärken. Die Offensive zielte auf mehr Investitionen, Energieversorgung und strategische Kooperationen ab, inmitten globaler Unsicherheiten.
Reiseverlauf und Ziele
Merz besuchte vom 4. bis 6. Februar Saudi-Arabien (Riad), Katar (Doha) und die VAE (Abu Dhabi), begleitet von einer Wirtschaftsdelegation. In Riad traf er Kronprinz Mohammed bin Salman, in Doha den Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani und in Abu Dhabi Präsident Mohammed bin Zayed. Die Leitmotive waren strategische Partnerschaften, bilaterale Stärkung und Friedensinitiativen in der Region.
Wirtschaftliche Erfolge
Das Handelsvolumen mit den Golfstaaten liegt bei rund 11 Milliarden Euro und steigt weiter. RWE schloss in Abu Dhabi eine Absichtsvereinbarung mit Adnoc für bis zu einer Million Tonnen LNG jährlich über zehn Jahre ab. Zusätzlich plant Masdar Investitionen in RWE-Batteriespeicher in Deutschland; LNG-Importe aus Katar sollen von zwei Millionen Tonnen erhöht werden.
Investitionen und Reformen
Merz lobte die steigenden Investitionen saudischer und katarischer Fonds in Firmen wie Volkswagen, RWE und Hapag-Lloyd. Er versprach Reformen für bessere Investitionsbedingungen in Deutschland und ein mögliches EU-Handelsabkommen mit den VAE. Die Golfstaaten sehen Deutschland als verlässlichen Partner in unsicheren Zeiten.
Rüstung und Kritik
Merz kündigte engere Rüstungskooperationen an, inklusive Eurofighter-Exporte nach Saudi-Arabien, unter Einzelfallprüfung. Friedensgruppen wie „Aktion Aufschrei“ kritisierten dies als Fehler angesichts Menschenrechtsverletzungen und Konfliktrisiken. Der Kanzler betonte Verteidigung als Weg zu mehr Sicherheit.
Ausblick
Die Reise unterstreicht Deutschlands Diversifizierung von Energie und Abhängigkeiten von USA und China. Katarischer Emir plant einen Staatsbesuch in Deutschland; Merz erwartet Wachstum durch neue Projekte. Insgesamt signalisiert die Offensive Pragmatismus für Stabilität und Wirtschaftswachstum.
Quellen
Deutschland-Nachrichten: Merz beendet Charmeoffensive für Investitionen am Golf
Des Kanzlers neue Freunde