Im Süden des Gazastreifens sind bei schweren israelischen Luftangriffen am Freitag mehrere Menschen getötet worden. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um gezielte Angriffe auf Einrichtungen der Hamas, nachdem diese die jüngst vereinbarte Waffenruhe verletzt habe. Es sind die intensivsten Angriffe seit mehreren Wochen.
Israel gibt Hamas die Verantwortung
Das israelische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe seien eine „notwendige Reaktion“ auf erneute Raketenabschüsse aus dem Gazastreifen. Die Armee habe dabei „militärische Infrastruktur“ und „operative Stellungen“ der Hamas ins Visier genommen. Genaue Opferzahlen wurden zunächst nicht bestätigt.
Hamas bestreitet Bruch der Waffenruhe
Die Hamas wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte Israel, die Waffenruhe selbst gebrochen zu haben. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Behörden im Gazastreifen seien bei den Luftschlägen mehrere Zivilisten getötet und zahlreiche verletzt worden. Unabhängige Bestätigungen lagen zunächst nicht vor.
Internationale Besorgnis wächst
Die jüngste Eskalation sorgt international für wachsende Besorgnis. Die Vereinten Nationen und mehrere europäische Staaten riefen beide Seiten zu „sofortiger Zurückhaltung“ auf, um eine erneute Ausweitung der Gewalt zu verhindern. Besonders im Süden des Gazastreifens, rund um Khan Yunis und Rafah, gilt die Lage weiterhin als äußerst angespannt.
Quellen
Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
IDF greift Gaza an, palästinensischen Berichten zufolge sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen