In Kairo ist am Donnerstag erstmals die palästinensische Übergangsverwaltung für den Gazastreifen zusammengetreten. Das Gremium soll die politischen und organisatorischen Grundlagen für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Küstenstreifens schaffen. Vertreter verschiedener palästinensischer Fraktionen, internationale Beobachter sowie ägyptische Vermittler nahmen an dem Treffen teil.
Fokus auf Wiederaufbau und Stabilität
Nach Angaben der Übergangsverwaltung steht der Wiederaufbau zentral im Fokus. Ziel sei es, eine stabile Verwaltung zu schaffen, die internationale Hilfsprogramme koordinieren und den humanitären Bedarf decken kann. Auch wirtschaftliche Wiederbelebungsmaßnahmen und Infrastrukturprojekte sollen vorrangig umgesetzt werden.
UN schätzt Kosten auf 50 Milliarden US-Dollar
Die Vereinten Nationen haben die Kosten für den vollständigen Wiederaufbau des Gazastreifens auf rund 50 Milliarden US-Dollar beziffert. Diese Summe umfasst den Wiederaufbau zerstörter Wohngebäude, Schulen, Krankenhäuser und Versorgungsnetze. UN-Vertreter betonten, dass langfristige internationale Unterstützung notwendig sei, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.
Internationale Reaktionen und nächste Schritte
Regierungen und Hilfsorganisationen zeigten sich vorsichtig optimistisch über die neuen Ansätze. Ägypten wies auf die Bedeutung einer stabilen Verwaltung hin, während die UN die Bildung des Übergangsgremiums als „wichtigen Schritt auf dem Weg zur Erholung“ bezeichnete. In den kommenden Wochen sollen Arbeitsgruppen konkrete Maßnahmenpläne vorlegen.
Quellen
Erstes Treffen der Gaza-Übergangsverwaltung
Gaza: Technokratenregierung kommt zusammen – Aufsicht steht