Inferno im Schweizer Skiort: Was über den Brand in Crans-Montana bekannt ist

03/01/2026
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Brand Crans-Montana

In der Silvesternacht brach gegen 1.30 Uhr in der Bar „Le Constellation“ im Nobel-Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis ein verheerendes Feuer aus, während Hunderte meist junge Menschen den Jahreswechsel feierten. Augenzeugen berichten von einer zunächst lokal begrenzten Rauchentwicklung im Innenraum, bevor sich Flammen in kurzer Zeit über Decke und Einrichtung ausbreiteten.

Die Bar befindet sich in einem Gebäude im Zentrum des Skiortes, der über die Feiertage traditionell stark ausgelastet ist. Einsatzkräfte waren rasch vor Ort, doch die Geschwindigkeit, mit der sich das Feuer ausbreitete, ließ vielen Gästen kaum Fluchtmöglichkeiten.

Opferzahlen und Verletzte

Die Behörden des Kantons Wallis sprechen von ungefähr 40 Todesopfern, die meisten von ihnen junge Menschen, viele darunter Teenager. Mehr als 110 bis rund 120 Personen wurden verletzt, ein Großteil davon schwer mit schweren Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen.

Mehrere der Schwerverletzten mussten in Spezialkliniken innerhalb und außerhalb der Schweiz verlegt werden, unter anderem nach Lausanne sowie nach Deutschland, etwa nach Stuttgart und Tübingen. Die Identifizierung der Toten gestaltet sich schwierig, da viele Opfer durch das Feuer stark verbrannt sind, weshalb Behörden von einer aufwendigen DNA-Analyse ausgehen.

Was zur Brandursache bislang bekannt ist

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei deuten die bisherigen Ermittlungen darauf hin, dass Sprühfontänen bzw. Wunderkerzen auf Champagnerflaschen das Feuer auslösten. Funken sollen dabei brennbare Schaumstoff-Elemente der akustischen Deckenverkleidung entzündet haben, wodurch sich das Feuer extrem schnell ausbreitete.

Frühe Berichte über eine Explosion wurden später relativiert; die Behörden sprechen eher von einer Verpuffung im Zuge des Brandverlaufs als von einem gezielten Anschlag oder einer Sprengstoffexplosion. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund liegen nach derzeitigem Stand nicht vor, die Ermittlungen konzentrieren sich auf Sicherheitsmängel und den Umgang mit Pyrotechnik im Innenraum.

Reaktionen von Politik, Behörden und Gemeinde

Vertreter der Walliser Kantonsregierung sprachen von einer Tragödie historischen Ausmaßes und einem „Alptraum“, der einen eigentlich fröhlichen Abend in nationales Entsetzen verwandelt habe. Auch die Schweizer Landesregierung würdigte die Opfer und bezeichnete den Brand als eines der schwersten Unglücke der jüngeren Landesgeschichte.

Die Gemeinde Crans-Montana richtete für Angehörige eine Hotline sowie Anlaufstellen vor Ort ein und organisierte Mahnwachen im Skiort. Gleichzeitig baten Behörden um Zurückhaltung bei der Verbreitung von Videos und Bildern in sozialen Netzwerken, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen.

Offene Fragen und laufende Ermittlungen

Ermittler prüfen, ob Brandschutzauflagen und Fluchtwege in der Bar „Le Constellation“ ordnungsgemäß umgesetzt und eingehalten wurden. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob brennbare Materialien an der Decke zulässig waren und ob die Zahl der Gäste im Verhältnis zur zulässigen Kapazität stand.

Zudem wird rekonstruiert, wer für den Einsatz von Sprühfontänen oder vergleichbarer Pyrotechnik verantwortlich war und ob dabei gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen wurde. Die Behörden betonen, dass genaue strafrechtliche Bewertungen erst nach Abschluss der komplexen Untersuchungen möglich sind, da alle Abläufe der Brandnacht detailliert nachvollzogen werden müssen.

​Quellen

Feuertragödie an Silvester: Die bisherigen Erkenntnisse zum
Dutzende Tote in Crans-Montana: Ermittler rekonstruieren die Brandnacht

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

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