Eine Studie der Agora Energiewende zeigt, dass Deutschland das Klimaziel für 2025 knapp erreicht hat, mit einem Rückgang der Treibhausgasemissionen um 1,5 Prozent auf 640 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Im Vergleich zu 2024 fiel der Rückgang jedoch geringer aus als erwartet, was auf ein nachlassendes Tempo hinweist. Direktorin Julia Bläsius warnt: „Deutschland verliert Tempo beim Klimaschutz“.
Probleme in Schlüsselbereichen
Im Verkehrs- und Gebäudesektor stiegen die Emissionen sogar an: Im Bausektor um drei Prozent durch kalte Witterung und Heizung mit Öl sowie Gas. Während Stromsektor und Erneuerbare wie Solar und Wind Fortschritte machen, können diese die Defizite nicht ausgleichen. Ab 2026 müssten Emissionen viermal schneller sinken, um das 2030-Ziel von 65 Prozent Reduktion gegenüber 1990 zu halten.
Ausblick und Konsequenzen
Ohne Beschleunigung drohen bis 2030 Strafen in Höhe von 34 Milliarden Euro für EU-Zertifikate. Die Regierung plant Maßnahmen in Verkehr, Gebäuden und EEG-Novelle, um Klimaneutralität bis 2045 zu sichern. Experten fordern verkürzte Genehmigungen und mehr Flächen für Erneuerbare.
Quellen
CO2-Reduktion verlangsamt sich – Warnung vor Strafen für 2030
Agora-Studie: Deutschland hinkt bei Emissionen hinterher