Bundesaußenminister Johann Wadephul äußert sich optimistisch zu den laufenden Verhandlungen in Berlin zwischen Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Vertretern wie Witkoff. Die Gespräche seien so ernsthaft wie nie zuvor geführt worden, mit erheblichen Zugeständnissen der Ukraine, darunter der Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft gegen Sicherheitsgarantien. Wadephul betonte, diese Position sei eine Linie, auf die Russland sich einlassen könne.
Russlands Rolle im Waffenstillstand
Wadephul sieht Russland klar am Zug, da Selenskyjs Offenheit für Verhandlungen auf Basis der aktuellen Frontlinie substanziell sei. Dennoch warne er, dass Deutschland und Europa die Ukraine weiter unterstützen würden, um sie in eine starke Verhandlungsposition zu bringen – auch im Fall eines Scheiterns. Er misstraue Moskau und betone die europäische Standfestigkeit unabhängig von US-Positionen.
Europäische Unterstützung und Skepsis
Europa spiele eine entscheidende Rolle, wie Wadephul hervorhob, mit Plänen zur Nutzung eingefrorener russischer Vermögen für Kiew auf dem kommenden EU-Gipfel. Die Verhandlungen umfassen einen 20-Punkte-Plan, doch der Erfolg hänge vom Willen des Kremls ab, der bisher keinen Waffenstillstand einhielt. Wadephul warnte: Scheitert es in der Ukraine, sei Europa nächstes Ziel.
Quellen
Ukraine-Verhandlungen: Wadephul fordert Moskau auf, Zugeständnisse anzunehmen
Berlin-Gipfel: Wadephul betont russische Verantwortung im Waffenstillstandsprozess