Nach dem pandemiebedingten Einbruch hatte sich der Tourismus in Berlin zunächst deutlich erholt: 2022 und 2023 meldeten Hotellerie und Ferienwohnungen steigende Zahlen. Doch nun scheint der Aufschwung ins Stocken geraten zu sein. Laut aktuellen Angaben von VisitBerlin und dem Statistischen Bundesamt wird die Marke von 30 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 wohl knapp verfehlt.
Dabei gelten internationale Gäste weiterhin als Motor – vor allem aus den USA, Großbritannien und den Niederlanden. Der deutsche Inlandstourismus zeigt dagegen eine leichte Schwäche, da viele Reisende günstigere oder ruhigere Ziele im Umland bevorzugen.
Bundesweit positiverer Trend
Während Berlin stagniert, entwickelt sich die Lage in anderen Regionen Deutschlands etwas besser. Städte wie Hamburg, München oder auch Destinationen in Bayern und an der Ostsee verzeichnen laut Deutschem Tourismusverband (DTV) ein moderates Plus. Der Inlandstourismus profitiert weiterhin von Nachhaltigkeitstrends und dem Wunsch nach kürzeren Anreisen.
Perspektive für 2026
Tourismuskenner erwarten für 2026 wieder ein leichtes Plus, vorausgesetzt die wirtschaftliche Lage stabilisiert sich. Die Berliner Hotellerie setzt verstärkt auf neue Konzepte, etwa nachhaltige Unterkünfte und mehr kulturelle Kooperationen. Die Stadt bleibt zudem ein Magnet für internationale Events und Messen, was langfristig weiteres Wachstum verspricht.
Quellen
Berlin‑Tourismus schwächelt: Weniger Gäste nach starkem Aufschwung
Nach dem Reiseboom: Berlin erreicht 30‑Millionen‑Marke nicht