Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist am 28. November 2025 in Moskau eingetroffen, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin über Energieversorgung und Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg zu sprechen.
Hintergrund der Reise
Orbán hat seine Reise auf Social Media angekündigt und betont, dass sie der Sicherung der ungarischen Energieversorgung für den Winter dient. Die Gespräche mit Putin sollen Themen wie Öl- und Gaskäufe umfassen, nachdem die USA kürzlich Sanktionserleichterungen für Ungarn gewährt haben. Es handelt sich um das erste persönliche Treffen der beiden seit 2023, inmitten anhaltender Kontakte seit Kriegsbeginn.
Agenda und Ukraine-Kontext
Neben Energiefragen sei ein Austausch über Friedensinitiativen in der Ukraine unvermeidbar, so Orbán. Er hatte zuvor die EU aufgefordert, US-Friedenspläne zu unterstützen und direkte Verhandlungen mit Russland aufzunehmen. Die Reise folgt auf Berichte über ein US-Russland-Friedenskonzept, das in Kiew und Brüssel Kritik auslöst.
Reaktionen in EU und international
Die EU kritisiert Orbáns Alleingänge regelmäßig als Umgehung gemeinsamer Diplomatie. Ungarn pflegt trotz des Ukraine-Kriegs enge Beziehungen zu Russland, was zu Spannungen mit EU-Partnern führt. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wurde informiert, betonte jedoch, Orbán trete bilateral auf.
Quellen
Viktor Orbán zu Gesprächen mit Wladimir Putin in Moskau eingetroffen
Ungarns Regierungschef Orban in Moskau eingetroffen