Bei der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in einer deutschen Großstadt ist es am Wochenende zu erheblichen Störungen gekommen. Während die Evakuierung der umliegenden Wohngebiete bereits abgeschlossen war, drangen mehrere Personen unerlaubt in das abgesperrte Gebiet ein. Der verantwortliche Sprengmeister zeigte sich anschließend äußerst verärgert über die Rücksichtslosigkeit der Störer, die durch ihr Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch Einsatzkräfte in Gefahr brachten.
Polizei muss eingreifen
Nach Angaben der Polizei mussten mehrere Streifenwagen anrücken, um die Störer aus der Sicherheitszone zu entfernen. Einige Personen filmten mit ihren Smartphones und ignorierten die wiederholten Warnungen der Einsatzkräfte. Gegen mehrere Beteiligte wurden Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Behinderung von Einsatzkräften gestellt.
Sprengmeister kritisiert mangelnden Respekt
Der erfahrene Sprengmeister äußerte nach Abschluss des Einsatzes deutliche Kritik. Solche Vorfälle würden die hochkonzentrierte Arbeit an den gefährlichen Blindgängern massiv erschweren. Jede Ablenkung könne schwerwiegende Folgen haben. Er appellierte an die Bevölkerung, die Absperrungen künftig unbedingt zu respektieren und den Einsatzkräften die notwendige Ruhe zu gewähren.
Bombe erfolgreich entschärft
Trotz der Zwischenfälle wurde die rund 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe am späten Nachmittag erfolgreich entschärft. Nach einer abschließenden Kontrolle konnten die gesperrten Bereiche wieder freigegeben werden. Die Polizei kündigte an, für künftige Einsätze verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen.
Quellen
Sprengmeister verärgert über Störer bei Bombenentschärfung – spiegel.de
Blindgänger entschärft – Sprengmeister verärgert über Störer – zeit.de