Die Sammelklage gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung als Instrument für Verbraucher, um gegen Großkonzerne vorzugehen. Neueste Nachrichten zeigen, dass Sammelklagen in Fällen wie Datenschutzverstößen und Produkthaftung besonders im Fokus stehen.
Meta-Sammelklage vor Vergleich
Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg prüft derzeit einen millionenschweren Vergleich in der Sammelklage gegen Meta wegen illegaler Datenüberwachung bei Facebook und Instagram. Über 91.000 Nutzer haben sich an der Klage beteiligt, und beide Seiten haben sechs Wochen Zeit für Verhandlungen.
Dieser Fall könnte zu Schadensersatz in Höhe von 1.500 Euro pro Betroffenen führen, wie ein ähnliches Urteil des OLG Dresden andeutet.
Philips-Respironics: Hohes Klageinteresse
Mehr als 20.000 AOK-Versicherte haben sich einer Sammelklage gegen Philips wegen defekter Beatmungsgeräte angeschlossen. Die Frist zur Registrierung lief Ende 2024 ab, doch das Interesse bleibt hoch.
Betroffene können in Italien weitere Schritte prüfen, was die internationale Dimension der Sammelklage unterstreicht.
Rechtliche Neuerungen und Trends
Seit 2023 ermöglicht die EU-Richtlinie echte Sammelklagen neben Musterfeststellungsklagen, mit mindestens 50 Betroffenen pro Fall. Dies stärkt Verbraucherrechte gegen Kartelle wie beim LKW-Skandal oder Dieselskandal.
Insgesamt haben sich über 650.000 Menschen seit 2018 an Sammelklagen beteiligt, was den wachsenden Erfolg zeigt.
Quellen
Storys zum Thema Sammelklage
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