Das neue Jahr bringt in Deutschland eine Mischung aus Preissteigerungen durch Umweltabgaben und Entlastungen bei Energie und Steuern. Prognosen deuten auf eine moderate Inflation von rund 2,2 Prozent hin, getrieben durch Dienstleistungen und Löhne. Während Energiepreise teilweise sinken, belasten höhere CO2-Preise und Netzentgelte Haushalte.
CO2-Abgabe und Heizkosten
Der CO2-Preis steigt 2026 durch Versteigerungen, gedeckelt bei 65 Euro pro Tonne, was Spritpreise um mehrere Cent und Heizkosten für Öl und Gas erhöht – bis zu 72 Euro mehr pro Jahr für ein Einfamilienhaus. Gasnetzentgelte klettern um 10 bis 12 Prozent, gleicht die wegfallende Gasspeicherumlage aus. Gutverdienende tragen höhere Sozialabgaben durch steigende Beitragsbemessungsgrenzen.
Mobilität und Immobilien
Das Deutschlandticket verteuert sich von 58 auf 63 Euro monatlich, eine Steigerung um 8,6 Prozent. Immobilienpreise im Bundesdurchschnitt steigen um drei Prozent, in Metropolen bis zu fünf Prozent. Die Grundsteuer wird in Mietnebenkosten umgelegt und könnte Abrechnungen verteuern.
Energie und Strom
Strompreise sinken durch Bundeszuschüsse zu Netzentgelten um 1,52 Cent pro kWh, Haushalte sparen im Schnitt 160 Euro jährlich. Die Gasspeicherumlage fällt weg, Gas spart 0,289 Cent pro kWh. Die Stromsteuer wird für Unternehmen auf den EU-Mindestwert gesenkt.
Steuern und Löhne
Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro, die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Mindestlohn erreicht 13,90 Euro, Minijob-Grenze 603 Euro; Kindergeld 259 Euro monatlich. E-Autos bleiben bis 2035 von der Kfz-Steuer befreit. Umsatzsteuer für Gastronomie sinkt auf sieben Prozent.
Quellen
Preischeck: CO2 und Ticket steigen, Strom sinkt
Teuer oder günstig? Die großen Preiswende 2026