Novo Nordisk steht derzeit im Fokus der Finanzmärkte aufgrund kürzlicher Studienergebnisse und Analystenmeinungen. Das dänische Pharmaunternehmen kämpft mit Herausforderungen bei seinem Abnehmpräparat Cagrisema.
Misserfolg der Cagrisema-Studie
In einer Phase-3-Studie verfehlte Novo Nordisk die Erwartungen mit Cagrisema: Patienten verloren nach 84 Wochen durchschnittlich 23 Prozent Körpergewicht, während der Konkurrenzwirkstoff Zepbound von Eli Lilly 25,5 Prozent erreichte. Der primäre Endpunkt, die Überlegenheit gegenüber Tirzepatid zu zeigen, wurde nicht erreicht, was als Dämpfer für Novo Nordisk gilt.
Reaktion der Aktie und Analysten
Die Aktie von Novo Nordisk brach nach der Veröffentlichung der Studienergebnisse um rund 15 Prozent ein und notierte kürzlich bei etwa 36,83 Euro, was einem Rückgang von über 8 Prozent am Tag entspricht. Analysten wie Deutsche Bank und JPMorgan stuften die Aktie herab: Deutsche Bank von „Buy“ auf „Hold“ mit Kurszielsenkung auf 275 Dänische Kronen, JPMorgan auf „Neutral“ mit Ziel von 250 Kronen.
Ausblick und Strategie
Novo Nordisk plant weitere Studien wie REDEFINE 11 mit höheren Dosen bis 2027, um Cagrisema zu optimieren. Trotz Rückschlägen bleibt das Unternehmen Marktführer bei GLP-1-Medikamenten wie Wegovy, plant neue Markteinführungen und sucht Partnerschaften für Innovationen.
Quellen
Abnehmmittel verfehlt Wirkung, Novo-Nordisk-Aktie bricht ein
Die Aktien von Novo Nordisk fallen um 20 %, nachdem das Unternehmen einen neuen CEO ernannt und seine Finanzprognose gesenkt hat.