Warum streiken die Nahverkehrsbeschäftigten?
ver.di fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen wie kürzere Wochen- und Schichtzeiten, längere Ruhepausen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern wie Bayern, Brandenburg, Saarland und Thüringen geht es zusätzlich um Lohnsteigerungen, teilweise bis zu 12 Prozent. Die Verhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) stocken, da Arbeitgeber Zugeständnisse verweigern – eine nächste Runde ist für den 9. Februar geplant.
Wann und wo ist der Streik?
Der ganztägige Warnstreik läuft am Montag, den 2. Februar 2026, meist ab 3 Uhr morgens bis zum nächsten Morgen. Betroffen sind fast alle Bundesländer, darunter Berlin (BVG), Hamburg (Hochbahn), Stuttgart, Karlsruhe, Cottbus, Kiel und viele mehr – nur Niedersachsen gilt vorerst Friedenspflicht. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen stehen weitgehend still, Hauptstrecken könnten teilweise bedient werden.
Welche Alternativen gibt es?
Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn sowie private Anbieter fahren normal weiter. Viele nutzen Fahrräder, E-Scooter, Car-Sharing, Fahrgemeinschaften oder Homeoffice – Arbeitnehmer sollten mit Arbeitgebern absprechen. Tickets für den Streiktag bleiben gültig, und Verzögerungen sind entschuldbar.
Ausblick und Hintergrund
Dieser Warnstreik ist das Signal vor weiteren Runden; ver.di droht mit Eskalation, falls keine Fortschritte erzielt werden. Die hohe Fluktuation im ÖPNV soll durch faire Bedingungen gestoppt werden, doch Kommunen warnen vor steigenden Kosten. Pendler sollten Apps der Verkehrsunternehmen prüfen für Notfahrpläne.

