Die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber treiben durch höhere Krankenkassen-Beiträge weiter in die Höhe, während Versicherte spürbar stärker belastet werden. Der allgemeine Beitragssatz bleibt bei 14,6 Prozent, doch der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt 2026 auf etwa 2,9 Prozent. Dadurch erreichen Gesamtbeiträge bei manchen Kassen bis zu 18,99 Prozent.
Günstigste und teuerste Krankenkassen
Die BKK firmus führt 2026 mit einem Zusatzbeitrag von 2,18 Prozent und einem Gesamtbeitrag von 16,78 Prozent als günstigste bundesweite Kasse. Im oberen Bereich liegt die Knappschaft mit 4,3 Prozent Zusatzbeitrag (18,9 Prozent Gesamt), gefolgt von BKK 24 mit 4,39 Prozent (18,99 Prozent). Unterschiede können bei einem Durchschnittsgehalt bis zu 500–600 € jährlich ausmachen.
Wann lohnt ein Wechsel?
Ein Wechsel zu einer günstigeren Kasse ist bei Beitragserhöhungen durch Sonderkündigungsrecht möglich und kann bares Geld sparen. Viele Portale bieten kostenlosen Wechselservice, der die Kündigung automatisch übernimmt. Die Mindestbindungsfrist beträgt 12 Monate, der Wechsel wirkt nach zwei Monaten Kündigungsfrist.
Vor- und Nachteile abwägen
Bei einem Wechsel sparen Versicherte vor allem Beiträge, müssen aber Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen oder Osteopathie prüfen, die kassenabhängig variieren. Servicequalität, Erreichbarkeit und regionale Beratungsstellen können entscheidend sein. Nicht immer lohnt der pure Preisvorteil, wenn aktuelle Leistungen optimal genutzt werden.


