Israels Wirtschaft zeigte sich im Jahr 2025 resilient. Während das zweite Quartal 2025 einen Rückgang des BIP um rund 3,5 Prozent auf Jahresbasis verzeichnete, hauptsächlich aufgrund eines Krieges mit dem Iran und dessen Auswirkungen auf Unternehmen, Konsum und Exporte, konnte sich die Wirtschaft im dritten Quartal deutlich erholen. Die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft hat auch die Börsenindizes in Tel Aviv auf Rekordhochs getrieben. Zudem wertete die Landeswährung Schekel gegenüber dem US-Dollar um rund elf Prozent auf und erreichte ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch.
Wachstumsprognosen und Treiber
Die israelische Zentralbank erwartet für 2025 ein reales Wirtschaftswachstum von etwa 3,3 bis 3,5 Prozent. Für 2026 wird sogar ein Wachstum von etwa 4 bis 5 Prozent prognostiziert. Das Wachstum wird durch eine starke Erholung der Bruttoanlageinvestitionen gestützt, die vor allem in Bau, Maschinen und geistiges Eigentum fließen. Der High-Tech-Sektor bleibt ein bedeutender Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und zieht weiterhin internationale Investitionen an, insbesondere in Bereichen wie IT-Sicherheit. Auch der Privatverbrauch wird voraussichtlich um rund 6 Prozent im Jahr 2025 steigen, da die Konsumenten trotz der geopolitischen Lage zuversichtlich bleiben.
Herausforderungen und Ausblick
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Situation komplex. Die hohen staatlichen Ausgaben infolge der Kriegsführung, die Belastung der Rüstungsindustrie sowie die geopolitischen Spannungen stellen Risiken dar. Der Fachkräftemangel und der Investitionsbedarf in der Industrie bleiben weitere Herausforderungen. Nichtsdestotrotz zeigt Israels Wirtschaft insgesamt eine bemerkenswerte Widerstandskraft und wird voraussichtlich weiter wachsen, was Hoffnung für Stabilität und Entwicklung gibt.
Quellen
Israels Wirtschaft ist überraschend stark gewachsen
Israels Wirtschaft überraschend stark gewachsen

