Der Gasspeicher Füllstand in Deutschland ist derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau angelangt und sorgt für Diskussionen über die Versorgungssicherheit. Trotz anhaltender Kälte im Februar 2026 bleibt die Gasversorgung laut Bundesnetzagentur stabil.
Niedriger Füllstand im Februar 2026
Am 13. Februar 2026 lag der Gasspeicher Füllstand bei rund 24,83 Prozent, was etwa 62.367 Terawattstunden (TWh) entspricht. Das ist ein Rückgang um 3,46 Prozentpunkte innerhalb einer Woche, bedingt durch hohe Entnahmen von über 11.257 TWh. Im Vergleich zu Vorjahren ist dieser Wert deutlich niedriger, etwa 26 Prozentpunkte unter dem Mittel von 2017 bis 2021.
Ursachen für den Rückgang
Hoher Gasverbrauch durch kalte Temperaturen und geringe Einspeisemengen führen zu kontinuierlichen Entleerungen der Speicher. Ende Januar 2026 waren die Speicher noch bei 37-40 Prozent, Anfang des Jahres bei rund 50 Prozent gefüllt. Die Abhängigkeit von LNG-Importen aus Norwegen und anderen Quellen kompensiert dies teilweise, doch Wetterextreme stellen Risiken dar.
Versorgungssicherheit gewährleistet
Die Bundesnetzagentur betont, dass die Gasversorgung trotz niedrigem Gasspeicher Füllstand gesichert ist, dank diversifizierter Importwege und europäischer Integration. Weltweit ist ausreichend Gas verfügbar, und es gibt keine akute Engpassgefahr. Experten raten jedoch zu sparsamem Umgang mit Gas aufgrund hoher Preise.
Ausblick und Regulierungen
Bis zum 1. Februar gelten gesetzliche Mindestfüllstände gemäß Gasspeicherfüllstandsverordnung, die derzeit eingehalten werden. Für den kommenden Winter 2026/27 wird eine bessere Befüllung angestrebt, abhängig von Wetter und Importen. Die EU plant den Stopp russischen Gases ab 2027, was keine unmittelbaren Effekte hat.
Quellen
Aktuelle Lage der Gasversorgung in Deutschland
Bundesnetzagentur sieht Gasversorgung trotz Kälteeinbruch gesichert