Michael van Gerwen scheiterte in der Darts-WM 2026 im Achtelfinale mit 1:4 gegen Gary Anderson und war danach am Boden zerstört. Der dreifache Weltmeister aus den Niederlanden, der von 2014 bis 2021 ununterbrochen Nummer 1 der Welt war, verlor trotz solider Leistung in entscheidenden Momenten. Sein Traum von einem weiteren WM-Finale platzte, was nun seinen Platz in den Top 4 der Rangliste gefährdet.
Harte Selbstkritik
Im Interview mit Viaplay ließ van Gerwen seinem Frust freien Lauf und machte sich selbst die alleinige Schuld: „Ich habe es in wichtigen Momenten vergeigt. Das ärgert mich enorm. Das muss ich mir vorwerfen, niemand anderen“. Er gab zu, nicht schlechter als Anderson gespielt zu haben, kritisierte aber seine eigene Schlampigkeit: „Er war konzentriert, ich äußerst schlampig. Dafür wird man hier bestraft“. Van Gerwen lamentierte über verpasste Doppels und Triple-Treffer: „In allen Schlüsselmomenten habe ich mich unter Wert verkauft“.
Lob für den Sieger
Trotz der Niederlage zollte der 36-Jährige Anderson Respekt: „Er checkte eine 81 und eine 84 in den Momenten, in denen es mir wehtat. Das ist pure Klasse“. Der Schotte setzte sich klar durch und profitierte von van Gerwens Fehlern, wie verpassten Checkouts. Van Gerwen betonte: „Am Ende geht es um diesen einen Dart zur richtigen Zeit. Und heute habe ich diesen zu oft verpasst“.
Kontrast zur Vorwoche
In den Tagen zuvor hatte van Gerwen mit scharfer Kritik an anderen für Schlagzeilen gesorgt, etwa an deutschen Spielern („müssen mehr ans Übungsboard“) oder Peter Wright. Nach dem Sieg gegen Arno Merk verspottete er diesen: „Er war zu beeindruckt von meinem Spiel und wie ich eingelaufen bin“. Nun richtet sich der Fokus nach innen, da van Gerwen in dieser Saison nur Platz 20 im Jahresranking belegt.
Quellen
Gnadenlose Abrechnung: MvG macht sich selbst Vorwürfe
Selbstkritik nach Debakel: Van Gerwen gibt nur sich die Schuld

