Bei der Paddy Power World Darts Championship 2025/26 im Alexandra Palace wurde der englische Profi Dom Taylor (27) nach einem positiven Drogentest vom 14. Dezember suspendiert. Taylor hatte zuvor den Schweden Oskar Lukasiak mit 3:0 besiegt, erhielt nun aber ein sofortiges Turnierverbot, wodurch sein Zweitrundengegner Jonny Clayton ein Freilos bekommt. Die Darts Regulation Authority (DRA) leitete ein Disziplinarverfahren ein; die Substanz blieb geheim.
Taylors Vorgeschichte als Wiederholungstäter
Es handelt sich um den zweiten Dopingfall für Taylor innerhalb eines Jahres: Im Herbst 2024 testete er positiv und erhielt nur eine einmonatige Sperre, da die Einnahme außerhalb des Wettkampfs nachgewiesen wurde. Damals verpasste er die Players Championship Finals und die WM 2025; Spekulationen in Spielerkreisen deuteten auf Kokain hin. Die milde Strafe löste Kritik aus, da Standardstrafen bis zu zwei Jahre Sperre umfassen.
Weitere bekannte Dopingfälle im Darts
Der Österreicher Rusty-Jake Rodriguez (24) wurde im September 2025 nach einem Test beim Players Championship 24 suspendiert und verlor Ranglistenpunkte. Der Niederländer Durk van der Zwet fiel 2024 durch Propranolol (Beta-Blocker) positiv, das Zittern reduziert und im Präzisionssport verboten ist. Historisch sorgten 2017 die German Masters für Aufsehen, als beide Finalisten positiv testeten.
Anti-Doping-Regeln der PDC und DRA
Die PDC und DRA führen stichprobenartige Tests nach WADA-Standards durch, mit Fokus auf Beta-Blocker wie Propranolol, Stimulanzien wie Kokain oder Amphetaminen sowie Diuretika. Verbotene Mittel zielen auf Nervenberuhigung oder Konzentrationssteigerung ab; Strafen reichen von Monats- bis Zweijahressperren. Spieler müssen Medikamente prüfen; TUE-Anträge (Therapeutic Use Exemption) sind möglich.
Quellen
Engländer Dom Taylor fliegt aus der Darts-Weltmeisterschaft
Dopingbombe im Alexandra Palace – Taylor gesperrt vor Zweitrunde