Die Berliner CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat sich heute Morgen in einer kurzfristig angesetzten Telefonkonferenz über den massiven Stromausfall und das Krisenmanagement von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner ausgetauscht. Die Besprechung, an der Wegner teilnahm, diente dem offenen Austausch und der Aufarbeitung der Ereignisse, ohne reguläre Sitzungscharakter zu haben. Fraktionsmitglieder berichteten von breiter Unterstützung für Wegners Handeln.
Der umstrittene Tennis-Match
Wegner räumte ein, am Samstag – wenige Stunden nach Ausbruch des Blackouts – eine Stunde Tennis mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, gespielt zu haben, um „den Kopf freizubekommen“. Währenddessen litten rund 100.000 Berliner im Südwesten der Stadt ohne Strom, Heizung und Kommunikation im Winter. Die Fraktion kritisierte dies nicht und lobte stattdessen Wegners Gesamtleistung.
Hintergrund des Stromausfalls
Der längste Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte wurde durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf ausgelöst, zu dem sich eine linksextreme Gruppe bekannte. Betroffen waren zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen; Berlin rief eine Großschadenslage aus und holte Bundeswehr-Hilfe. Die CDU-Fraktion fordert nun eine gründliche Aufarbeitung mit Lehren für die Zukunft.
Fraktion stellt sich hinter Wegner
Trotz öffentlicher Kritik stellte sich die CDU-Fraktion einhellig hinter ihren Vorsitzenden: „Er hat die Krise gut gemanagt, war vor Ort“, hieß es von Teilnehmern. Wegner bedauerte rückblickend, die Öffentlichkeit nicht früher über seine Pause informiert zu haben. Der Fokus liege auf der Analyse, nicht auf dem Tennismatch.
Quellen
Tennis statt Krisenstab: CDU schützt Wegner im Blackout-Drama
Blackout-Berlin: CDU-Fraktion verteidigt Wegners Tennis-Pause

