Die Ukraine-, USA- und europäischen Vertreter trafen sich am Wochenende in Berlin zu intensiven Gesprächen über einen 20-Punkte-Friedensplan. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch und sprach von einer Lösung „näher als je zuvor“, nach „sehr guten Gesprächen“ mit Europäern und Präsident Selenskyj. Bundeskanzler Friedrich Merz hob erhebliche Fortschritte bei Sicherheitsgarantien hervor, die den USA rechtlich und materiell zugesagt wurden.
Erreichte Fortschritte im Detail
In rund 90 Prozent der Themenpunkte soll Einigkeit erzielt worden sein, insbesondere bei Sicherheitsgarantien, die dem NATO-Artikel 5 ähneln. Selenskyj signalisierte Kompromissbereitschaft, indem er einen schnellen NATO-Beitritt als unrealistisch ansah und stattdessen bilaterale Garantien forderte. Die US-Delegation bestätigte Konsens in entscheidenden Fragen, während Europäer eine „multinationale Truppe“ zur Friedenssicherung vorschlugen.
Offene Streitpunkte und Herausforderungen
Territoriale Zugeständnisse der Ukraine bleiben der größte Knackpunkt, wie Trump betonte. Sicherheitsexpertin Claudia Major sieht Fortschritte, warnt jedoch vor überzogenen Erwartungen, da Umsetzungsdetails fehlen. Diplomat Wolfgang Ischinger würdigt die einheitliche Stimme von USA, Europa und Ukraine als wichtigen Schritt.
Ausblick und europäische Rolle
Die Gespräche haben die europäische Initiative gestärkt und könnten Verhandlungen mit Russland ankurbeln. Experten wie Nicole Deitelhoff sehen hierin einen grundlegenden Fortschritt. Dennoch bleibt der Weg zu einem Abkommen lang, solange Kernkonflikte ungelöst sind.
Quellen
Ukraine-Friedensgespräche: Trump sieht Einigung näher als je zuvor
Berliner Gipfel: Deutliche Fortschritte bei Sicherheitsgarantien für Kiew